fullscreen: Die Theorie der Volkswirtschaft

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wendigen Prozeß der wirtschaftlichen Entwicklung, der nicht nur 
die Resultate der Wirtschaftstätigkeit, sondern auch deren Rich 
tung bestimmt. So wird durch die objektive Notwendigkeit, selbst 
Resultat der „freien“ Tätigkeit, die Richtung der letzteren be 
stimmt. Das Bestreben nach Kraftersparnis ist der wichtigste 
Erhaltungstrieb des Menschen; folglich kann sich der „freie 
Wille“ des Menschen nur äußern, wenn er diesem Trieb nicht 
entgegenarbeitet. Die wirtschaftliche Tätigkeit eines Menschen 
kann also nur in der Richtung der Kraftersparnis liegen, welche 
aber von den äußeren Bedingungen abhängt. Da das soziale 
Milieu nicht durch einen Menschen geändert werden kann, d. h. 
da das wirtschaftende Subjekt nicht die ganze Wirtschaftsord 
nung in der für es erwünschten Richtung ändern kann, so wird 
auch die Richtung seiner Wirtschaftstätigkeit hinter seinem 
Rücken unabhängig von ihm bestimmt. 
In der modernen kapitalistischen Gesellschaft, bei der allge 
meinen Anarchie der Produktion, führt dieses Bestreben nach 
Kraftersparnis zum Wettbewerb einzelner Wirtschaften, ver 
schiedener Wirtschaftsformen und sozialen Klassen unterein 
ander und erweist sich gleichzeitig als ein bedeutendes Kampf 
mittel. Denn die Erhöhung der Arbeitsproduktivität — das 
Resultat dieses Bestrebens — ist eines der schärfsten Kampf 
mittel im modernen Konkurrenzkampf. 
Wenn man sagen darf, daß der Mensch selbst seine Wirt 
schaft schafft, so schafft er aber auch die Notwendigkeit, der 
er immer noch in seiner Tätigkeit unterliegt. 
So entspringt die Gesetzmäßigkeit der wirtschaftlichen Er 
scheinungen der Zweckmäßigkeit der wirtschaftlichen Tätigkeit, 
steht mit ihr in engem Zusammenhang und wird durch sie be 
dingt. Daher hat auch der Glaube an den wirtschaftlichen 
Fortschritt eine objektive Grundlage in der Gesetzmäßigkeit 
der wirtschaftlichen Erscheinungen: die Entwicklung 
der Produktivkräfte erweist sich als Resultat 
der subjektiven Bestrebungen und gleichzei 
tig als notwendiger objektiver Faktor der 
wirtschaftlichen Entwicklung. Dieser Faktor be-
	        
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