1i6
A. Tatsachen
sierung versteht man die bewußte Beschränkung des Einzelbetriebes
einer bestimmten Gewerbegruppe auf die Herstellung eines oder doch
nur weniger Fabrikate zum Zwecke der Durchführung einer sach⸗
gemäßen Arbeitsteilung zwischen den Betrieben. Ihre Vorteile
bestehen in der Möglichkeit weitgehender Normalisierung und Typi⸗
sierung, in der hierdurch erreichbaren kontinuierlichen Reihen⸗ und
Massenfabrikation, gegebenenfalls unter Verwendung von Fließ⸗
arbeit und Spezialmaschinen, in der erleichterten Anlernung der
Arbeitskraͤfte infolge der Vereinfachung des Betriebsprozesses, in der
gesteigerten Möglichkeit zu planvoller Arbeitsvorbereitung und
Arbeitsteilung auf Grund feststehender, vereinfachter Produktions⸗
bedingungen.
Den Gegenpol zur Spezialisierung bildet die Kombinierung,
die Zusammenziehung aufeinander angewiesener, sich wechselseitig
ergänzender Produktionsstoffe. Sie findet sich sowohl innerhalb der
Einzelunternehmungen (z. B. bei der Parallelschaltung von
Hochöfen und Stahl⸗ und Walzwerken), wie vor allem als zwischen⸗
betriebliche Gruppenorganisation. Im letzteren Falle spricht man
von Fusion oder Vertrustung, die wiederum zum Einzelunternehmen
führt. Weitere Formen der Kombinierung sind Interessengemein⸗
schaften, Konsortien, Gelegenheitsgesellschaften, Angliederungen durch
Betriebspachtung, Beteiligungen usw.
Die Vorteile derartiger Kombinationen bestehen in Hinsicht der
Rationalisierung vor allem in der Moöͤglichtkeit der betrieblichen
Kontinuität bei der Verwendung der Rohstoffe, der Halb⸗ und
Fertigfabrikate entsprechend den jeweiligen Marktbedürfnissen.
Weiterhin in der Einschränkung der Lager, in der Herabminderung
der Transportkosten, der Vereinheitlichung in der Ausnutzung
der Energiequellen, in der teilweisen Ausschaltung des Zwischen⸗
handels usw.
Von diesen Formen der Kombinierung hebt sich die Kombinations⸗
form der zu Genossenschaften und Kartellen zusammengefaßten