Full text: Rationalisierung als Kulturfaktor

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A. Tatsachen 
sierung versteht man die bewußte Beschränkung des Einzelbetriebes 
einer bestimmten Gewerbegruppe auf die Herstellung eines oder doch 
nur weniger Fabrikate zum Zwecke der Durchführung einer sach⸗ 
gemäßen Arbeitsteilung zwischen den Betrieben. Ihre Vorteile 
bestehen in der Möglichkeit weitgehender Normalisierung und Typi⸗ 
sierung, in der hierdurch erreichbaren kontinuierlichen Reihen⸗ und 
Massenfabrikation, gegebenenfalls unter Verwendung von Fließ⸗ 
arbeit und Spezialmaschinen, in der erleichterten Anlernung der 
Arbeitskraͤfte infolge der Vereinfachung des Betriebsprozesses, in der 
gesteigerten Möglichkeit zu planvoller Arbeitsvorbereitung und 
Arbeitsteilung auf Grund feststehender, vereinfachter Produktions⸗ 
bedingungen. 
Den Gegenpol zur Spezialisierung bildet die Kombinierung, 
die Zusammenziehung aufeinander angewiesener, sich wechselseitig 
ergänzender Produktionsstoffe. Sie findet sich sowohl innerhalb der 
Einzelunternehmungen (z. B. bei der Parallelschaltung von 
Hochöfen und Stahl⸗ und Walzwerken), wie vor allem als zwischen⸗ 
betriebliche Gruppenorganisation. Im letzteren Falle spricht man 
von Fusion oder Vertrustung, die wiederum zum Einzelunternehmen 
führt. Weitere Formen der Kombinierung sind Interessengemein⸗ 
schaften, Konsortien, Gelegenheitsgesellschaften, Angliederungen durch 
Betriebspachtung, Beteiligungen usw. 
Die Vorteile derartiger Kombinationen bestehen in Hinsicht der 
Rationalisierung vor allem in der Moöͤglichtkeit der betrieblichen 
Kontinuität bei der Verwendung der Rohstoffe, der Halb⸗ und 
Fertigfabrikate entsprechend den jeweiligen Marktbedürfnissen. 
Weiterhin in der Einschränkung der Lager, in der Herabminderung 
der Transportkosten, der Vereinheitlichung in der Ausnutzung 
der Energiequellen, in der teilweisen Ausschaltung des Zwischen⸗ 
handels usw. 
Von diesen Formen der Kombinierung hebt sich die Kombinations⸗ 
form der zu Genossenschaften und Kartellen zusammengefaßten
	        
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