Full text : Die Schweiz

151

ufer  bilden  die  Obstbäume  ausgedehnte  Fruchtgärten.
Der  Kanton  Schwyz,  58400  Einwohner,  vereinigt  sich
mit  Uri,  Unterwalden,  Luzern,  Zug,  dem  aargauischen
Freiamt  und  dem  sanktgallischen  Gaster  zu  einem  abgerundeten ­
  Machtbereich  der  katholischen  Konfession,  der
sich  rückwärts  an  das  katholische  Wallis,  Tessin  und
Vorderrheintal  anlehnt.
Der  Hauptort  Schwyz,  8000  E.,  lagert  an  grüner  vaubwaft  am
Talhalde  am  Fuße  der  beiden  schroffen  Bergstöcke  der  »*«.  .
Mythen;  die  weiße  Häusermasse  ist  weithin  auf  dem  Vierwaldstättersee ­
  sichtbar.  Unfern  von  Schwyz  öffnet  sich  der
schmale  Ausgang  des  Muottatales,  dessen  oberste  Verzweigungen ­
  in  die  trostlos  öden,  vom  Wasser  zernagten
Kalksteinflächen  der  Silbernalp  und  Karrenalp  am  Westabhang ­
  der  Glärnischkette  eindringen.  Das  Dorf  Muottatal
  liegt  am  Fuß  zweier  Pässe,  des  Kinzig  aus  dem
Schächental  und  des  Pragel  aus  dem  Glarner  Linthtal.
In  einem  Winkel  des  Muotta-Deltas  beherrscht  der
Fremdenplatz  Brunnen  die  Axenstraße.  Darüber  erscheinen ­
  aus  hoher  Felskante  die  Hotelbanten  von  Axenstein
  und  Axenfels.  Weiter  zurück  lehnt  sich,  Seelisberg
  gegenüber,  der  Terrassenort  Morsch  ach  an  den
Fuß  des  Frohnalpstockes.  Die  Gotthardbahn  quert  die
Talebene  von  Schwyz  und  teilt  sich  südlich  des  Zugersees ­
  bei  Gold  au  in  die  Linien  nach  Zürich  und  Luzern.
Die  reichen  Obstbaumwälder  begleiten  sie  weit  über  Zug
hinaus;  es  ist  die  Landschaft,  wo  die  ansehnliche  Kirschenernte ­
  zur  Herstellung  des  berühmten  Kirschwassers  verwendet ­
  wird.  Am  Westufer  des  kleinen  Lowerzersees
dehnt  sich  das  gewaltige  Trümmerfeld  des  Goldauer
Bergsturzes  aus,  der  im  Jahr  1806  vom  Roßberg  her
vier  Ortschaften  mit  über  400  Menschen  verschüttete.
Inmitten  der  Nagelfluhblöcke  steht  der  neue  Ort  Goldau
als  wichtiger  Eisenbahnknoten.
Aus  den  Wasserflächen  und  Talmulden  erhebt  sich  Rigi
inselartig  der  Rigi  zu  1800  m  Meereshöhe.  Unter  der
gratartig  geschärften  Kalkmasse  der  Hvchfluh  ob  Gersau
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.