Full text: Bergwirtschaftliche Arbeitsgemeinschaft

Zum wesentlichen Teil läßt sich die Problemstellung der 
Gegenwart zurückführen auf die Nahrungs- und Stoffbeschaf- 
fung und -verteilung für die steigende Bevölkerung der Erde; 
jede Mangelhaftigkeit oder nur die Furcht davor verursacht 
nationale und soziale Kämpfe, jeder Fortschritt in dieser Rich- 
tung oder nur die Zuversicht dazu ermöglicht Friede und Ver- 
ständigung. 
Landwirtschaft und Bergwirtschaft sollen mehr Nahrung 
und mehr Stoffe schaffen, eine gute soziale Wirtschaftsorgani- 
sation soll sie gerecht verteilen, ein rationalisierter Konsum 
sie richtiger verwerten: das ist die Kulturauffassung der Ge- 
genwart, und der bergwirtschaftliche Teil hiervon das Thema 
dieser Programmschrift. 
Also: Wie kann die Bergwirtschaft ihre gegenwärtige Kultur- 
aufgabe erfüllen? 
Ein allgemeiner Ausdruck für die Kennzeichnung der Gegen- 
wart in allgemein kultureller Beziehung lautet: Verflechtung 
in die Weltwirtschaft, des einzelnen Menschen, jeder Wirtschaft, 
jedes Unternehmens, jedes Staates, jedes Volkes; ja auch jede 
geistige Regung, jede Idee sehen wir heute durch die Welt hin 
wirken, nicht nur durch Presse, Literatur und Rundfunk, son- 
dern mehr noch, weit über sprachliche Grenzen hinweg, durch 
Bild und Film, Melodie und Rhythmus, 
Wir sagen ausdrücklich » Verflechtung“ — und drücken da- 
mit das Schicksalhafte, Unwillkürliche dieses Geschehens aus — 
und sagen nicht etwa „Eingliederung in die Weltwirtschaft“ 
im Sinne der bewußten, gewollten Einordnung unter Anerken- 
nung einer Weltordnung, die ja für uns nicht erkennbar ist,
	        
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