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Sorten.
Buchungsbeispiel: B. überweist an Leo in Barmen durch Reichsbank
giro infolge Auftrages von Winter, Köln, 2000. B. bucht; Winter an Reichs
bankgiro. Winter bucht; Leo an B. Leo bucht; Reichsbank an Winter
Die Reichsbank schreibt dem Konto Leo 2000 zu, dem Konto des B. 2000 ab
Beispiel eines Giro-Memorial.
Giro-Konto der Dresdner Bank,
Debet
Datum
Memo
rial
Gegen-
Konto
Gegenstand
Val.
Betrag
1
1920
Jan. 1
1
Saldo
unser Guthaben
2308.50
„ 3
1
Diskont-
hingesandte Diskont-
Wechsel
Wechsel Nr. 101 u. 102
24. 1.
473.-
„ 20
2
Inkasso-
mangels Zahlung zurück-
Wechsel
gesandte Inkassowechsel
20. 1.
136.40
2917.90
3. Fremde Geldsorten, Valuten, Kontanten, ausländisches Me
tall- und Papiergeld sowie inländische Handelsmünzen werden
verrechnet ;
a) Als Sachvermögen, d. h. auf einem Sorten-, Valuten- oder
Kontanten-Konto mit den Anschaflungskosten bzw. dem Erlös.
b) In einem besonderen Kassenbuch, das gleichzeitig als
Sortenskontro dient, mit Spalten für die einzelnen Geldsorten,
Tageskurs und Betrag. Mitunter wird dazu ein besonderes Sorten
memorial geführt (Kontanten-Konto an Kontokorrent-Konto
für die Ausgänge).
c) In dem gewöhnlichen Kassenbuch unter Zugrundelegung
einer festen Umrechnungszahl, die so gewählt wird, daß gegen
über dem, wirklichen Kurs (Einkaufs- oder Verkaufskurs) nur
Plus- oder nur Minusunterschiede entstehen können. Diese
werden in einer Sonderspalte des Kassenbuches (Agio-Konto,
Kursdifferenzen-Konto) gesammelt x ) (ein unpraktisches Ver
fahren).
4. Ausgaben für Briefmarken werden auf Unkosten- oder
mit einem besonderen Porto-Konto, Wechselstempel mit Wech
sel- oder Wechselspesen- oder Handlungsunkosten-Konto ver
rechnet. Gewöhnlich wird eine „Portokasse u dotiert, um die
1 ) Schiehe-Odermann, Die Lehre von der Buchhaltung, 13. Aufl.,
Leipzig 1891, 8. 79 ff.