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DAS HOTEL- UND GASTGEWERBE
500 Linien umfassen. Eine Veröffentlichung der Arbeiten darf nicht
Früher schon stattgefunden haben. .
2. Die Arbeiten haben sich auf \die Reiseverkehrspropaganda zu-
zunsten der Schweiz in ihrer Gesamtheit zu beziehen.
3. Sie sind mit einem Motto zu versehen und müssen bis zum 30. Juni
{926 der Direktion der Schweizerischen Verkehrszentrale in Zürich,
Bahnpostfach, eingesandt werden. Auf einem versiegelten Briefumschlag,
der den Namen, Vornamen und Wohnort des Bewerbers enthält, ist das
Motto zu wiederholen.
4. Der Jury steht für die Prämiierung guter Arbeiten ein Kredit von
Frs. 3000 zur Verfügung.
5. Die prämiierten Arbeiten und das Urheberrecht an den darin ent-
naltenen Ideen und Vorschlägen gehen in das Eigentum der Schweize-
rischen Verkehrszentrale über.
5. Die Jury setzt sich aus drei Mitgliedern zusammen, die vom Vorstand
der Schweizerischen Verkehrszentrale ernannt werden.
Zu diesem Preisausschreiben wäre kritisch folgendes zu
sagen. Der Gedanke an sich ist gut. Es ist möglich, daß er
wirklich brauchbare Anregungen zu Tage fördert. Obwohl ich
nichts davon gehört habe, daß das bei diesem Wettbewerb der
Fall gewesen sei. Aber 3000 Frs. sind kein angemessenes
Aquivalent für das, was man von den Teilnehmern erwartet.
Wer wirklich Hervorragendes auf diesem Felde zu bieten hat,
wird durch einen solchen Preis ganz sicher nicht angelockt,
zumal die am Wettbewerb Teilnehmenden keine Ahnung davon
haben, wie die 3000 Frs. verteilt werden, das heißt, in wieviele
Teilchen man sie zerlegen wird.
In Italien wurde von der „Hygiene-Vereinigung‘“ und von
der „Gesellschaft der Grands Hotels“ ein originelles Preis-
ausschreiben erlassen. Man wünschte eine Werbeschrift über
das Thema: „Die Hygiene in den Hotels“ zu erhalten. Die
Schrift war zum Gebrauch für das Hotelpersonal gedacht. In
klarer, verständlicher und knapper Form sollten die wichtig-
sten hygienischen Forderungen behandelt werden, die der Gast
zu stellen berechtigt ist und denen der Betrieb gerecht werden
muß. Vorgesehen waren nur zwei Preise, und zwar ein erster
von 3000 Lire und ein zweiter von 1000 Lire.
In Frankreich ist der bekannte „Touring Club de France“,
dem das französische Hotelgewerbe schon sehr viele wertvolle
Anregungen verdankt, verschiedentlich mit Preisausschreiben