PRAKTISCHE BEISPIELE FÜR PREISAUSSCHREIBEN UND WETTBEWERBE 335
und Wettbewerben an die Öffentlichkeit getreten. Das interessanteste
Preisausschreiben dürfte jenes, schon etwas älteren
Datums, gewesen sein, das die französischen Provinzhotels
anfeuern sollte, ihre reichlich rückständig gebliebenen Betriebseinrichtungen
zu modernisieren und den Wünschen der Gäste
anzupassen. Immer mit dem Hintergedanken, dadurch die
Auslandskonkurrenz zu schlagen! Außer Geldpreisen, war den
am Wettkampf beteiligten Hotels ein Empfehlungs- und
Werbeschild des Touring Club in Aussicht gestellt worden,
welches bekunden sollte, daß der dieses Schild führende Betrieb
den Forderungen des Touring Clubs entsprochen habe und von
diesem also empfohlen werden könne.
Ganz gleich, was derartige Wettbewerbe oder Preisausschreiben
zum Gegenstand haben, immer lassen sie sich zu
einer wirkungsvollen Reklame auswerten, wenn ein erfahrener,
geschulter „Werbefachmann“ die Sache in die Hand genommen
hat. Dann wird sich das in dieses „Geschäft“ hineingesteckte
Kapital gut und vielfältig verzinsen. Voraussetzung ist allerdings,
daß, wie ich es schon anläßlich des Lichtbilder-Wettbewerbes
von Berchtesgaden angedeutet habe, Preise ausgesetzt
werden, die auch wirklich einen „Preis‘“ vorstellen und
befähigte, tüchtige Könner zur Beteiligung verlocken. Zumindest
müssen die Preise mit dem Objekt des Ausschreibens
und im Einklang mit dem stehen, was man für die Stadt, den
Kurort oder die Gaststätte von dem Wettbewerb erhofft.
Außer den hier genannten Wettbewerben und Preisaus-Schreiben
gibt es noch das weite Gebiet der sportlichen Konkurrenzen.
Von diesen sehr wertvollen Werbemöglichkeiten
werden zwei weitere Kapitel handeln.