zegenwärtige Bedeutung der sozialen Bauhütten in der
Bauwirtschaft an den Reichsverband der Deut-
schen Industrie gesandt. Es sei bei dieser Dar-
stellung im wesentlichen auf diesen Bericht, der in- seinen
einzelnen Teilen auch in die deutsche Presse gelangt ist,
Bezug genommen. Ueber den geschäftlichen Umfädng der
sozialen Baubetriebe, die seit einiger Zeit im wesentlichen
in der privat-wirtschaftlichen Form der G. m. b. H. in die
Erscheinung treten und im Verband der sozialen Bau-
Getriebe m, b. H. zusammengefaßt sind, ist zu sagen, daß
Ende 1915 168 Betriebe, 1926 165 Betriebe, Oktober 1927
151 Betriebe, Januar 1928 149 Betriebe, Juli 1928 137 Be-
triebe, Januar 1929 136 Betriebe, Juli 1929 132 Betriebe
vorhanden waren,
Im Jahre 1926 waren im Durchschnitt 16300 Arbeit-
nehmer beschäftigt. Im Juli 1928 waren beschäftigt 21 325
Arbeiter und Angestellte, und in den 132 Betrieben im Juli
1929 23523. Die Zahlen deuten eine Konzentration in den
Betrieben an, wobei die Tendenz vorherrscht, die Betriebe
vom Kleinbetrieb zum Mittelbetrieb, ja aus-
zesprochen zum Großbetrieb zu entwickeln.
Ueber den finanziellen Aufbau der sozialen Baube-
triebe ist zu sagen, daß der bereits genannte Verband,
der Verband sozialer Baubetriebe m. b. HM,
mit einem Kapital von etwa 3 Mill. RM arbeitet, Die Ge-
sellschafter des Verbandes sind in erster Linie der Deut-
scheBaugewerksbund, sowie einige andere Gesell-
schaften, die dem Allgemeinen Deutschen Ge-
werkschaftsbund angehören und die Konsum-
zenossenschaften. Aber auch gemeinnützige Ge-
sellschaften. zur Förderung des Wohnungsbaues treten als
Gesellschafter auf. Vereinzelt sind auch öffentlich-recht-
liche Körperschaften beteiligt. Auffallend ist, daß die in
A genannten Verbande zusammengeschlossenen G. m.
. H.s..
mit einem Stammkapital von 3,2 Millionen RM
in 1926 einen Umsatz von 81. Mill. RM
zu verzeichnen haben, . Diese etwas erstaunliche Divergenz
ist wohl dadurch zu erklären, daß den angeschlossenen
G. m. b. H.s der Zufluß an Geld von den in Frage kommen-
den Stelleg außerordentlich erleichtert wird.
In dem fraglichen Geschäftsiahr werden fremde Gelder in
Möhe von 31 Mill. nachgewiesen. Im wesentlichen fließen
diese Gelder den einzelnen sozialen Baubetrieben durch
den Verband in der Form von Darlehn zu. DerVerband
seinerseits erhält erhebliche Beträge von den Gewerk-
schaften. Beispielsweise führt der Deutsche Bau-
zewerksbund, der als der geistige Träger der ganzen
Bewegung anzusehen ist. 5% seiner Mitgliedsbeiträge an
lien Verband ab. Hinzu kommt, daß die einzelnen Baube-
triebe an eine Zentralstelle 10% des Reingewinns abzu-
führen haben, die wiederum den Betrieben zu leichten Be-
dingungen zugeführt werden. Die Örtlichen und. bezirk-
150