Contents: Oekonomik der Transformationsperiode

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Insofern der Reproduktionsprozeß stockt und der Arbeits 
prozeß beschränkt oder stellenweise ganz stillgesetzt wird, wird 
wirkliches Kapital vernichtet. Die Maschinerie, die nicht ge 
braucht wird, ist nicht Kapital, Die Arbeit, die nicht aus 
gebeutet wird, ist soviel wie verlorene. Produktion. Roh 
material, das unbenutzt daliegt, ist kein Kapital. Gebrauchs 
werte (ebenso wie neugebaute Maschinerie), die entweder un 
benutzt oder unvollendet bleiben, Waren, die im Warenlager 
verfaulen, alles ist Zerstörung von Kapital. Alles das be 
schränkt sich auf Stockung des Reproduktionsprozesses und 
darauf, daß die vorhandenen Produktionsmittel nicht wirklich 
als Produktionsmittel wirken, in Wirksamkeit gesetzt werden. 
Ihr Gebrauchswert und ihr Tauschwert gehen dabei zum Teufel. 
Zweitens aber bedeutet Zerstörung des Kapitals durch 
Krisen Entwertung von Wertmassen ... Es ist der ruinierende 
Fall der Warenpreise. Damit werden keine Gebrauchswerte 
zerstört. Was der eine verliert, gewinnt der andere ,., Was 
nun den Fall von bloß fiktivem Kapital, Staatspapieren, Aktien 
usw. betrifft, — soweit er es nicht zum Bankrott des Staates 
und der Aktiengesellschaft treibt oder soweit dadurch über 
haupt die Reproduktion gehemmt wird ... ist er bloß Ueber- 
tragung des Reichtums von einer Hand in die andere."*) 
Da aber der Reproduktionsprozeß „überhaupt" auch im 
letzteren Fall gestört wird, findet eine Zerstörung des Kapitals 
in seiner Sachform auch hier statt. Andererseits schafft die von 
den Krisen beschleunigte Zentralisation des Kapitals eine 
„höhere Form“ der weiteren Bewegung, und die Weiterent 
wicklung wird um den Preis einer vorübergehenden und teil 
weisen Zerstörung der Produktivkräfte, d. h. um den Preis der 
Herabsetzung ihres Niveaus, erkauft, 
*) „Theorien über den Mehrwert", Band II, Teil 2, S. 267—269, Stutt 
gart 1919.
	        
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