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lein und vor allem Rohstoffen für die Korbmacherei zu versorgen.
Diese letzieren hatten die Heimarbeiter bisher allen Truckverboten
zum Trotz zu sehr hohen Preisen von ihren Arbeitgebern oder deren
Agenten kaufen müssen, und die sich daraus ergebende Abhängigkeit
wurde von den Korbmachern stark empfunden. Wenn die Selbst
hilfe an diesem Punkt, der das Arbeitsverhältnis berührte, einsetzte,
mußte man sich von vornherein auf schwere Kämpfe gefaßt machen,
und diese blieben nicht aus. Mehrere Arbeitgeber sperrten den
Arbeitern, die dem Konsumverein angehörten, die Arbeit. In der
Not des Augenblicks wuchs der Beschluß, den Msatz gemeinsam in
die Hand zu nehmen. Der Zufall kam diesem Unternehmen zu
Hilfe. Die Ware, die in Schneh hauptsächlich hergestellt wurde, ein
und zweidecklige Marktkörbe, sind ein in Arbeiterkreisen gut gang
barer Artikel, und so konnte sich die Genossenschaft an das Solidari
tätsgefühl der Arbeiterschaft mit der Bitte wenden, sie durch Ab
nahme ihrer Erzeugnisse zu unterstützen. Es erging ein Aufüns
durch die Arbeiterpresse; die Konsumvereine übernahmen den Absatz,
und nach kurzer Zeit waren genügend Aufträge nicht nur für die
Gemaßregelten, sondern auch für einen größeren Kreis von Mitglie
dern vorhanden. Damit hatte der Verein seine schlimmsten Zeiten
überstanden; der Widerstand der Händler legte sich, und eine ruhige
Entwicklung konnte Platz greisen. Die Mitgliederzahl stteg nun
von 141 (davon 67 Korbmacher) im Jahre 1900 auf über 600 im
Jahre 1917; nicht minder erfreulich war die Entwicklung des Um
satzes und der Kassenverhältnisse.
Um das nötige Betriebskapital aufzubringen, hatte die junge
Genossenschaft zu einem Mittel gegriffen, das sie nur im Vertrauen
auf ein starkes und zuverlässiges Solidaritätsgefühl ivagen konnten
die Arbeiter wurden durch persönliche Besuche aufgefordert, alle
zurzeit versiigbaren Gelder zu zeichnen; damit wurden innerhalb acht
Tagen 6000 M. zusammengebracht. Allerdings lag die Gefahr nahe,
daß die Gelder plötzlich zurückgezogen und die Genossenschaft dadurch
in eine schwierige Lage gebracht wurde. Doch geschah nichts der
gleichen und dank einer guten Geschäftsgebahvung, die von vornher
ein bestrebt war, größere Mittel fiir die Erweiterung ldes Betriebes