Full text: Alters- und Hinterlassenenversicherung

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des einzelnen Versicherten festzulegen. Der kantonalen Finführungsgesetz- 
gebung und dem Verordnungswege ist im Rahmen der bundesrechtlichen 
Grundsätze die Regelung des Versicherungsbetriebes und die Normierung von 
Einzelheiten vorbehalten. 
Bei der weitgehenden Selbständigkeit, die den Kantonen im Bundesgesetze 
eingeräumt ist, kommt ihren Einführungserlassen eine grosse Bedeutung zu. 
Die Kantone haben die kantonale Versicherungskasse zu errichten und die für 
ihre ordnungsgemässe Verwaltung erforderlichen Vorschriften aufzustellen, 
Sodann haben sie über die Art der Beitragserhebung, über die Auszah- 
lung der Versicherungsleistungen und die Sicherung ihrer zweckgemässen Ver- 
wendung zu bestimmen. Überdies Liegt ihnen die Organisation der erstinstanz- 
lichen ‚Rechtspflege ob. 
Von ganz besonderer Bedeutung sind die Vorschriften der Kantone 
über die Erhöhung der ordentlichen Versicherungsleistungen aus öffentlichen 
Mitteln. 
Kantone, welche sich zur Schaffung einer Zusatzversicherung entschliessen, 
werden über diese zu legiferieren haben. 
Den Verordnungen des Bundes ist die nähere Ausführung des Bundes- 
gesetzes vorbehalten, soweit sie zur Herstellung einer gewissen Einheitlichkeit 
der Durchführung notwendig ist. So wird der Bund in einer oder in verschie- 
denen Verordnungen insbesondere die Form der Berichterstattung und der 
Rechnungsablage der kantonalen Versicherungskassen, den Verkehr zwischen 
diesen Kassen zur Herbeiführung des Risikoausgleiches, die Aufstellung gewisser 
einheitlicher Vorschriften über den Beitragsbezug und die Form des Beitrags- 
heftes zwecks Vermeidung von Schwierigkeiten bei Übergang eines Versicherten 
von einem Kanton zum andern zu regeln haben. 
Dazu kommen Vorschriften über die Berechnung der Arbeitgeberbeiträge 
im Rahmen des Gesetzes, über die Grenzen, innerhalb welcher die Kantone 
die Beitragspflicht im Falle der Unerhältlichkeit von Beiträgen der Versicherten 
übernehmen können, über die Erhöhung der Altersrente bei Hinausschiebung 
ihres Bezuges, die Bezeichnung der Rekursinstanz zur Behandlung von Streitig- 
keiten aus der Versicherung und die Festsetzung des Verfahrens. Endlich hat 
eine Verordnung des Bundes in Ausführung des Gesetzes die Grundsätze festzu- 
stellen, denen sich die kantonalen Zusatzversicherungen anzupassen haben. 
Sämtliche kantonalen Erlasse bedürfen der Genehmigung des Bundesrates, 
damit geprüft werden kann, ob sie mit dem Bundesgesetze in Einklang stehen. 
Der Bund wird natürlich schon bei ihrer Vorbereitung den Kantonen auf ihren 
Wunsch an die Hand gehen. 
Das Gesetz gliedert sich in drei Hauptabschnitte, welche sich mit der 
Durchführung der Versicherung in organisatorischer Hinsicht, mit der Bei- 
tragspflicht der Versicherten und der Arbeitgeber, sowie mit der Festsetzung 
und Ausrichtung der Leistungen befassen. An diese Hauptabschnitte reihen 
sich die ergänzenden Abschnitte über die Zusatzversicherung und über die 
Rechtspflege an. Der Gesetzesentwurf umfasst im ganzen 84 Artikel.
	        
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