Full text : Wirtschaftlichkeitslehre

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bach und andere Vertreter der neuen Betriebswirtschaftsiehre
empfehlen), daß man peinlichst »Außeneinflüsse« und »Betriebsein-Nüsse«,
 also »Außengewinn« und »Betriebsgewinn«, unterscheidet
und’ zur Kontrolle der Gebarung und der Leistung nur den Betriebs-Zzewinn
 heranzieht, mag man bezweifeln, da jeder Gewinn erst
durch die faktische Berührung mit dem Markte entsteht und z. B.
3ine Veränderung des »Preisgefälles« — ein außenbetrieblicher Ein-1uß
 — oft gerade eine Folge der Betriebsrationalisierung ist. .
Von ausschlaggebender Bedeutung für erfolgreiche Bureauarbeit‘
ist und bleibt.die persönliche Leistungsfähigkeit der Angestellten.
Psychotechnische ‚Auswahl und Arbeitszuweisung, Schulung der
Aufmerksamkeit, Sauberkeit, Pünktlichkeit, Geduld und Selbstbeherrschung
 ‘— das sind einige wichtigere Dinge, auf die man hier zu
achten hat. Die Bureauarbeit braucht den Kopf mehr als den Finger,
der Beamte ist nicht als Automat anzusehen — die Intelligenz der
Leute, ihr Selbstdenken ist zu wecken und anzuwenden. Man sorge
ferner‘ für die rationelle Arbeitsweise: keine nervöse Eile! Das‘
rechte Ding am rechten Platz! Keine Schreib- und  Rechenfehler!
Peinlichste Genauigkeit und Ordnung! Das Verlegen eines Auftrages
hatte. ‘oft den Verlust eines Kunden zur Folge.‘ Arbeiten unter
sigener‘ Verantwortung und nicht zwei oder drei Revisionsnstanzen!
 (Auch in öffentlichen Ämtern zu beachten!) Man plane‘
stets an der Arbeitsweise, um’ sie immer ‘mehr zu verbessern und
veranstalte zu diesem . Zwecke periodische. Konferenzen der
leitenden Personen, lasse aber auch Suggestions (Vorschläge) aller
Angestellten zu! Jeder soll wissen: Ich behalte‘ meinen Posten nür,
wenn ich mich. voll bezahlt mache durch den von mir bewirkten
Verkauf, der nicht geringer sein darf als mein Gehalt. Umsatzbeteiligung
 ist daher sehr ‚zu empfehlen, ansonsten‘ Bezahlung
nach‘ Leistung, nicht nach bloßer Zeit oder nach’ Dienstalter. ;
Ein gut funktionierendes Bureau muß auch gut organisiert
und gut geleitet sein. Oft.ist es überhaupt nicht organisiert; ein
Abteilungsvorstand verrichtet z.B. die Arbeit eines Gehilfen oder
umgekehrt. Die Bureaus sind eben zumeist allmählich entstanden,
sozusagen um :einen Beamten herum, haben aber jetzt Dutzende
verschiedene Arbeiten, die in wohldurchdachter Weise zu organisieren
 sind, damit das Bureau nicht »ein bunter Haufen kleiner
Einheiten«,. sondern selbst eine Einheit werde. Die leitenden Personen
 müssen von laufender Arbeit entlastet sein, um wirklich
            
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