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Zuletzt, aber nicht zumindest, ist die aktiv interessierte Mit-
arbeit aller im Betriebe tätigen Personen, ihre verständnisvolle
Zusammenarbeit (co-operation) zu erwähnen. Daran fehlt es bekannt-
lich noch vielerorts, in Europa mehr als in Amerika — und hier
Amerika nachzustreben, kann wahrlich nicht unrichtig sein. Im
Abschnitte »Soziale Rationalisierung« soll dieses — für den Erfolg
aller anderen Rationalisierung entscheidende — Thema und die
Mittel besprochen werden, deren man sich bedienen kann, um die
co-operation zu erreichen.
Zur Frage der »Betriebsorganisation« selbst sei noch bemerkt,
daß es nicht genügt, einen »Organisator« einmal zu Rate zu
ziehen oder irgend einen besonders empfohlenen neuen technischen
Behelf einzustellen; in solchen Fällen oberflächlicher, flüchtiger
Reform versagt diese und die Rationalisierung als solche ist dann
diskreditiert. Man muß vielmehr alle Teile des Betriebes auch in
der Reform aufeinander abstimmen und die dort Beschäftigten auf
die neuen Methoden einschulen lassen, kurz gesagt: auch hier
genügen nicht die Sachen, sondern erforderlich ist wahrer Rationa-
lisierungsgeist. Verläßliche Organisationsberater und Einschuler
beabsichtigt der Amerika-Ausschuß (Wien, I, Eschenbachgasse 11;
Obmann: Kommerzialrat Hugo Meinl) zu empfehlen.
Die Konzentration als Mittel der Rationalisierung.
{In Laienkreisen, aber auch in manchen industriellen Kreisen wird
angenommen, Rationalisierung sei nichts anderes als Konzentration,
während diese in Wirklichkeit nur eines der tauglichen Rationali-
zierungsmittel ist. In der Tat kann durch Vereinbarung (Kartell) oder
noch weiter gehende Gemeinschaft (Trust, Fusion) so mancher techni-
scher, organisatorischer, kommerzieller Rationalisierungszweck leichter
und erfolgreicher erfüllt werden, als wenn die betreffenden Betriebe
jeder für sich rationalisieren wollten. So wurde z. B. für Österreich
die stärkere Konzentration der Industrie zur Durchführung der
Rationalisierung als eines Selbsthilfemittels (gegen das Passivum
der Handelsbilanz), zur rascheren Intensivierung der Industrie und zur
Verbreitung der Serienerzeugung empfohlen. Als Hindernisse der
Konzentration wurden genannt: die Überzahl und die Verschieden-
artigkeit der Betriebe, selbst in der Maschinen- und Metallwaren-
industrie, die ungünstigen Steuergesetze (Wertzuwachs-, Syndikats-
steuer), Hindernisse persönlicher Art (hohe Abfertigungen u. ä..