Full text : Wirtschaftlichkeitslehre

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nellen) Standpunkte nichts gegen die »oOrganisierte Selbsthilfe«
sowohl der Erzeuger als auch der Käufer (Verbraucher) — in der
bekannten Form der Genossenschaften — einzuwenden, deren
sich ja auch der Handel bedienen kann und bedient; nur sollte
kein Typ dieser Genossenschaften mit öffentlichen Geldern (Subventionen)
 unterstützt‘ werden, denn jede Genossenschaft muß ihre
Lebensberechtigung aus sich selbst heraus erweisen. ;
Es gibt nun Mittel genug, den Handel — Groß- und Einzelhande! ——
arfolgreich zu rationalisieren. Beginnen wir mit der Beziehung der
Standardisierung zum Einzelhandel. Wie die Beratungen ‘der
Spitzenverbände des Einzelhandels in Deutschland (Oktober 1927)
und zahlreiche Studien in deutschen und österreichischen Zeitungen
dartun, dringt die Erkenntnis von der Notwendigkeit rationelleren
Betriebes in immer weitere Kreise auch des Handels. Zwar: bhe-‘UÜrchten
 noch so manche Einzelhändler, daß bei verringerter : Zahl
der Typen und Sorten der Absatz zurückgehen werde, weil die
Kunden nun einmal sehr wählerisch seien und weil man sich eben
dem raschen Wechsel der Mode, der Technik und der Konjunktur
anzupassen habe. Diese mehrfachen X werden aber in ihrer Macht
lenn doch sehr überschätzt; gewiß üben sie einen nicht unbeldeutenden
 Einfluß auf die Psyche des Marktes, aber sie sind durchaus:
 auch ihrerseits beeinflußbar; eben weil sie aus Willen, Laune;
Vorliebe usw. der Menschen hervorgehen, können sie mit dem
Willen der Menschen und durch ihn auch geändert, gelenkt u. zw.
auch in eine vernünftigere Entwicklungsbahn gelenkt werden. Gerade
weil die Marge des Händlers zwischen Ein- und Verkaufspreis: geringer
 wurde, gerade weil seine Betriebs- und Verkaufsspesen verschiedener
 Art stark stiegen (Steuern, Miete, soziale Abgaben, Zustellung
 ins Haus u. a.), gerade weil der Kaufmannsberuf in Deutsch-'ard,
 Österreich und anderen Ländern übersetzt ist (durch. den
Zuzug abgebauter Offiziere und Beamten), also jedes Geschäft
weniger absetzt als früher, muß der Handel trachten, seine ‘Beriebskosten
 möglichst zu senken und den Absatz möglichst zu heben.
Um dieses Ziel zu erreichen, darf der Kaufmann sich nicht der
Standardisierung ‚seiner Waren widersetzen, muß vielmehr mit den
Fabrikanten- und den Verbraucherorganisationen über die zweckdienliche
 Verringerung der Zahl der Sorten sich einigen und
ebenso für stets gleiche Qualität der Waren sorgen. Das
wird auch den Käufern sehr bald als ihr Vorteil einleuchten und
            
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