134
Dritter Teil.
„Bei den Wilden ist Sinnlichkeit ebensowenig Sünde wie
Hunger und Durst.“ „Eros bedeutet ursprünglich ja Appetit,
wie schon die Helden Homers häufig die Kraft und Aufrichtig-
keit ihrer Liebe dadurch beteuern, daß sie diese mit dem
Hunger nach einer Hekatombe Ochsen vergleichen...‘ ‚Das
Naturweib kulminiert fast immer ebenso schnell und leicht
wie der Mann, ja die Auslösung aller Wirkungen vollzieht sich
bei dem Weib geradezu automatisch 22.“
Insgesamt etwa 40% aller modernen weißen Frauen sind
dagegen als erotisch impotent zu bezeichnen; davon sind 20%
unheilbar. Dieser Prozentsatz „kann von keinem Mann und
durch keine ärztliche Behandlung aus seiner erotischen Lethar-
gie aufgerüttelt werden ...‘“, „während ein Teil der nächsten
25% heilbar ist, selbst wenn die Hemmungen so groß sind,
daß in Wirklichkeit nur eine geringe Anzahl von Männern sie
zu überwinden vermag.‘ Die meisten Männer aber haben
„etwas Besseres zu tun‘, „als viele Jahre ihres Lebens zu
opfern, um erotisch anästhetische Frauen in die intimsten
Mysterien der Liebe einzuweihen, die ihnen sonst unbekannt
und verschlossen bleiben‘“28, Das Maximum weiblicher Gleich-
gültigkeit aber wird von einem protestantischen Züricher
Pfarrer berichtet, Es besteht in dem Ausspruch einer in außer-
ordentlich glücklicher Ehe lebenden Frau: „Das Geschlecht-
liche wäre mir ganz gleichgültig; nur ärgert es mich, daß man
nicht gleichzeitig dabei Strümpfe stricken kann 24.“
„Wer weiß, wie peinlich und entwürdigend es für höher-
stehende männliche Naturen ist, auf den Verkehr mit den
vielen sexuell anästhetischen Frauen angewiesen zu sein, wird
verstehen, daß aus den Tropen heimkehrende Europäer die
Malaiin, Polynesierin oder Japanerin, die vor Freude laut auf-
232 Wieth-Knudsen, S. 88,
283 S, 86.
4 Pfister, S. 120.