Full text : Währung und Handel

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scliwankende  ist,  indem  sich  ja  sein  Werth  vor  allem  auf  den
Edelmetallwerth  bezieht,  daher  an  die  Schwankungen  dieses
letzteren  a  priori  gebunden  ist,  dann  aber  unabhängig  von
diesen  noch  seine  eigenen  Schwankungen  durchmacht.  I)ei‘
hauptsächliche  Unterschied  aber,  derjenige,  auf  den  der  grösste
Nachdruck  zu  legen  ist,  wurde  darin  erkannt,  dass  die
Schwankungen  des  Ueldwerths  in  den  l’apierländern  unabhängig ­
  sind  von  den  für  die  Gesammtheit  der  anderen  Verkehrsgebiete ­
  massgebenden  Edelmetallschwankungen,  dass  daher
Preissteigerung  und  Preisermässigung  dort  ohne  Zusammenhang ­
  mit  den  Preisverhältnissen  aller  Nachbarländer  vor
sich  gehen.
Dasselbe  gilt  aber,  wenn  auch  nicht  im  gleichen  Masse,
auch  in  einem  Verkehrsgebiete,  dessen  Währungsmetall  ein
anderes  ist  als  das  jener  Nachbarländer,  mit  denen  es  Beziehungen ­
  unterhält.  Die  Schwankungen  des  (xeldwerths  verfolgen ­
  auch  hier  ihre  isolirten  Bahnen  ,  und  die  nämliche  Ursache ­
  muss  folgerichtig  dem  Wesen  nach  dieselben  Wirkungen
herbeiführen.
Wenn  beisj)ielsweise  Oesterreich  zur  Goldwährung  übergeht ­
  und  damit  das  nämliche  Währungsmetall  wie  die  westeuropäische ­
  Staatenfamilie  erlangt,  so  wird  jede  Werthverringerung ­
  des  Goldes  die  Preise  innerhalb  seiner  Grenzen
in  der  nämlichen  Weise  steigern,  jede  Werthsteigerung  des
Goldes  dieselben  in  der  nämlichen  Weise  ermässigen,  wie  im
westlichen  Europa.  Es  wird  also  dadurch  weder  seine  Concurrenzfähigkeit
  auf  den  tonangebenden  europäischen  ^Märkten,
noch  die  -Concurrenzfähigkeit  des  Auslandes  auf  seinen  eigenen
Märkten  eine  Aenderung  erfahren.  Wenn  dagegen  Oesterreich
auf  der  Silberwährung  beharrt,  so  muss  die  Werthveränderung
seines  eigenen  Zahlungsmittels  keineswegs  Hand  in  Hand
gehen  mit  einer  analogen  des  (xoldes.  Es  kann  also  geschehen,
dass  die  Preise  innerhalb  seiner  Grenzen  steigen  und  fallen,
während  die  ausländischen  Preise  unverändert  bleiben,  oder
es  können  sich  umgekehrt  diese  ausländischen  Preise  bei  unveränderten ­
  inländischen  Preisen  modiliciren.  Würden  nun  alle
Waarenpreise  und  zugleich  die  Löhne  jeder  Veränderung  des
(xeldwerths  augenblicklich  und  in  gleicher  Weise  folgen,  so
wäre  dies  ohne  Bedeutung  für  die  österreichische  Production
            
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