Full text: Das Jungdeutsche Manifest

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Bald rüttelten alle feindlichen Gewalten mit ungeahnter Kraft 
an jedem einzelnen Ordensbruder. Jeder Einzelne unterlag Gewissens⸗ 
kämpfen und der Gefahr, die Bindung zur Organisation des Ordens 
zu verlieren. 
Hiergegen bildete der Orden den rhythmischen Geist 
der Gemeinschaft planmäßig aus. Die Ordensgesetze 
zwangen die Einheiten des Ordens zu einem regel⸗ 
rechten Gemeinschaftsleben. Dieses Gemeinschaftsleben 
ertüchtigte den Einzelnen zum Kampf. Es band ihn an 
seine Brüder und mit den Brüdern an den Orden. 
Den Versuchen seiner Gegner, die Bruderschaften des Ordens 
zu sprengen, setzte er den Grundsatz der Vertreuung in der Gemein⸗ 
schaftsbildung entgegen. Die Gemeinschaftsbildung stieß auf die 
Schwierigkeiten der alten bürgerlichen Ordnung. Die Erfahrung 
lehrte, daß nur diejenige Gemeinschaft den zerstörenden Gewalten 
widerstehen konnte, die sich in der brüderlichen Gleichheit aller Mit⸗ 
kämpfer zu einer neuen Lebensordnung entwickelt hatte. An dem 
Worte Bruder stießen sich alle kastengebundenen oder von Quer⸗ 
verbindungen durchzogenen Geister. Das Treibholz schwamm ab. 
Die geistige Kraft des Ordens wuchs mit der Stärke der ideellen 
Bindung seiner Glieder. In der Fortentwicklung des Ordens siegte 
diese ideelle Bindung über jede andere. 
Mit der Erkenntnis der ideellen Bindung und ihres 
Wertes wuchs die Bekenntniskraft der ganzen Gemein— 
schaft. Mit dem Bekenntnis zur souveränen Idee der 
SBemeinschaft hatte der Jungdeutsche Orden den Sieg 
über alle zerstörenden Gewalten gewonnen. 
Der Daseinskampf 
Sobald die Gefahr für den Besitz verschwunden war und die 
freiwilligen Schützer der Ordnung nicht mehr benötigt wurden, ver— 
banden sich alle Gewalten zum Kampf gegen die nationale Bewegung. 
Weil der Jungdeutsche Orden in der Fortentwicklung seiner nationalen 
Ideale am weitesten fortgeschritten war, mußte er auch den bittersten 
Fampf aushalten. 
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