Geldmächten erlebte, das ist dasselbe, was das deutsche Volk im
großen vor, während und nach dem Weltkriege spuürte und doch so
ichwer erkannte.
Der Weg zum Volksstaat führt nur über eine Volks—
und Staatsordnung, die den Machtmitteln der Pluto—
kratie gewachsen ist. Das ist die Erkenntnis dieses
Dampfes.
Die politische Führung
Die politische Führung des Jungdeutschen Ordens ist in den
vergangenen Jahren auf das heftigste umstritten. Fast alljährlich
bekannte sich die nationale Bewegung zu irgendeinem Programm der
Tagesfragen.
Partei- und Interessenpolitiker versuchten, sie
immer wieder von einer großzügigen Entwicklung auf
weite Sicht fernzuhalten und in die an sich so belang—
losen Tagesfragen zu verwickeln.
Im Jahre 1921 begann der Kampf gegen die politische Führung
des Jungdeutschen Ordens. Es war eine Zeit, in der die meisten
Politiker die ganze Entwicklung der nationalen Bewegung nur vom
Standpunkt der Abwehr des Bolschewismus betrachteten. Jeder Ver⸗
juch, die nationale Bewegung mit dem Streben nach Zielen auf weite
Sicht zu erfüllen, scheiterte an der nervösen Unruhe derer, die immer
neue Revolutionen kommen sahen. Diese verhinderten jeden Blick in
die Zukunft mit der Behauptung, daß alle Kräfte für das angeblich
Nächstliegende, die Abwehr eines kommenden Bolschewisten-Putsches,
eingesetzt werden müßten. Die Selbstschutzorganisationen malten diese
Gefahr immer wieder neu an die Wand, um ihre Daseinsberechtigung
zu verlängern. Die nationale Entwicklung litt unter der Geheimnis—
tuerei ungeschickter und eitler Verschwörer. Die Jugend wurde von
dieser Geheimnistuerei angesteckt und von einer positiven politischen
Entwicklung ferngehalten. Nachdem die Gefahr des Bolschewisten—
Putsches in den Hintergrund getreten war und niemand mehr an seine
Möglichkeit glaubte, begann eine neue Mode, das Geraune vom
1858