Full text: Das Jungdeutsche Manifest

istischen Republik die verfassungsrechtliche Grundlage der Mehrheit 
genommen. Die grundlegende Reform wird damit zur verfassungs— 
rechtlich begründeten Forderung des Volkes. 
Der Jungdeutsche Orden arbeitet im Einvernehmen 
mit allen politischen Kräften, die sich der Volksstaats— 
bewegung anschließen, auf die Volksabstimmung hin. 
Die Wahl des Zeitpunktes dieser Volksabstimmung ist von zwei 
Dingen abhängig. Die eine Vorbedingung liegt in der restlosen Ab— 
wirtschaftung des alten Systems. Diese Abwirtschaftung ist eine 
natürliche Folge seiner grundlegenden Fehler. Die andere Vorbedin⸗ 
gung ist die klare Formulierung des neuen Zustandes in Form eines 
auf breitester politischer Grundlage entstandenen Verfassungsentwurfes 
Die Volksabstimmung erfolgt für oder gegen diesen Entwurf. Sie 
erfolgt unter der Parole: Volk gegen Kaste und Geld! Die Entschei⸗ 
dung dieser Volksabstimmung kann nicht zweifelhaft sein. Die natür— 
liche Entwicklung und die wahre deutsche Sehnsucht des 20. Jahr— 
hunderts sind die ausschlaggebenden Bundesgenossen in diesem Ringen. 
Die Volksabstimmung erhebt den aus der Bewegung 
unfserer Zeit geborenen Verfassungsentwurf zur gesetz- 
mäßigen Grundlage des mit ihrem Siege ausgerufenen 
Volksstaates. 
Sie bestimmt gleichzeitig den obersten Rat der Personen, denen 
die Gewalt zum Vollzug des Umbaues der politischen Verhältnisse 
übertragen wird. 
Der Umbau des Deutschen Reiches vom System der modernen 
parteiistischen Republik zum Volksstaat erfolgt auf dem Wege der 
organischen Ablösung der Gewalten. 
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