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Vierter Abschnilt
nicht ausgeführt.“ (n. 717.) „Interessieren sich die Minenarbeiter sehr
für diese Frage (die Erziehung)? — Die große Mehrzahl.“ (n. 718.)
„Sind sie eifrig besorgt für Durchführung des Gesetzes? — Die große
Mehrzahl.“ (n. 720.) „Warum erzwingen sie dann seine Durch-
führung nicht? — Mancher Arbeiter würde sich gern weigern, eine”
Jungen ohne Schulzertifikat zu beschäftigen, aber er wird ein g°
zeichneter Mann (a marked man).“ (n. 721.) „Gezeichnet durch wen?
— Durch seinen Anwender.“ (n. 722.) „Ihr glaubt doch nicht etw%
daß die Anwender einen Mann wegen Gehorsams gegen das Gesel
verfolgen würden? -— Ich glaube, sie würden es tun.“ (n. 728.)
„Haben Sie jemals davon gehört, daß sich ein Arbeiter weigerl®
einen Jungen zwischen 10 und 12 Jahren zu beschäftigen, der nicht
lesen und schreiben konnte? — Es ist nicht der Wahl der Arbeite!
überlassen.“ (n. 1634.) „Ihr verlangt das Eingreifen des Parla-
ments? — Wenn irgend etwas Wirksames für die Erziehung der
Kinder der Grubenarbeiter geschehen soll, so muß sie durch Parl#
mentsakt zwangsmäßig gemacht werden.“ (n. 1636.) „Soll das fü
Kinder aller Arbeiter von Großbritannien gelten oder nur fül
Grubenarbeiter? — Ich bin hier, um im Namen der Grubenarbeite!
zu sprechen.“ (n. 1638.) „Warum Grubenkinder von andern unter‘
scheiden? — Weil sie eine Ausnahme von der Regel bilden:
(n. 1639.) „In welcher Hinsicht? — In physischer.“ (n. 1640.)
„Warum sollte Erziehung für sie wertvoller sein, als für Knabe
von andern Klassen? — Ich sage nicht, daß sie wertvoller für sie ist
aber wegen ihrer Ueberarbeitung in den Minen haben sie wenig«
Aussicht, Unterricht in Tages- und Sonntagsschulen zu erhalte®-
(n. 1644.) „Nicht wahr, es ist unmöglich, Fragen dieser Art absolv!
zu behandeln?“ (n. 1646.) „Sind genug Schulen in den Distrikten‘
— Nein.“ (n. 1647.) „Wenn der Staat verlangte, daß jedes Kin“
zur Schule geschickt, wo sollen denn die Schulen für alle die Kind
herkommen? — Ich glaube, sobald es die Umstände gebieten, wer
den die Schulen schon eingerichtet werden. Die große Mehrzal
nicht nur der Kinder, sondern der erwachsenen Minenarbeiter kan?
weder schreiben noch lesen.“ (n. 705, 726.)
3. Weiberarbeit. Arbeiterinnen werden zwar seit 1842 nich!
mehr unter, wohl aber über der Erde zum Aufladen der Kohlen usw
Schleppen der Kufen zu den Kanälen und Eisenbahnwagen, So
tieren der Kohlen usw. verbraucht. Ihre Anwendung hat sehr X
genommen in den letzten 3 bis 4 Jahren. (n. 1727.) Es sind me
Weiber, Töchter und Witwen von Grubenarbeitern, vom 12. bis zu
50. und 60. Jahre. (n. 645, 1779, 648.) „Was denken die Mine?
arbeiter von Beschäftigung von Weibern bei Bergwerken? — 5
verdammen sie allgemein.“ „Warum? — Sie betrachten es ernie
rigend für das Geschlecht.“ (n. 649.) „Haben sie eine eigentümlich
Tracht?“ — „Ja ... sie tragen eine Art von Mannskleidern. In vieler
Fällen wird dadurch alles Schamgefühl unterdrückt. Manche Weib®
rauchen. Die Arbeit ist so schmutzig, wie die in den Gruben 8elP*