Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Siebter Abschnitt. 
um so mehr Mittel des Genießens und Akkumulierens umfaßi 
der Mehrwert. Bei gleichbleibender und selbst bei fallender Rate 
des Mehrwertes, sofern sie nur langsamer fällt, als die Produktiv- 
kraft der Arbeit steigt, wächst die Masse des Mehrprodukts. Bei 
gleichbleibender Teilung desselben in Revenue und Zusatzkapital 
kann daher die Konsumtion des Kapitalisten wachsen ohne Abnahme 
des Akkumulationsfonds. Die proportionelle Größe des Akkumt- 
lationsfonds kann selbst auf Kosten des Konsumtionsfonds wachsen 
während die Verwohlfeilerung der Waren dem Kapitalisten ebens? 
viele oder mehr Genußmittel als vorher zur Verfügung stellt. Aber 
mit der wachsenden Produktivität der Arbeit geht, wie man gesehen, 
die Verwohlfeilerung des Arbeiters, also wachsende Rate des Mehr- 
wertes, Hand in Hand, selbst wenn der reelle Arbeitslohn steigt. Er 
steigt nie verhältnismäßig mit der Produktivität der Arbeit. Der 
selbe variable Kapitalwert setzt also mehr Arbeitskraft und daher 
mehr Arbeit in Bewegung. Derselbe konstante Kapitalwert stellt 
sich in mehr Produktionsmitteln, das heißt mehr Arbeitsmittel 
Arbeitsmaterial und Hilfsstoffen dar, liefert also mehr Produkt 
vildner als Wertbildner, oder Arbeitseinsauger. Bei gleichbleiber 
dem und selbst abnehmendem Wert des Zusatzkapitals findet dahe! 
beschleunigte Akkumulation statt. Nicht nur erweitert sich die 
Stufenleiter der Reproduktion stofflich, sondern die Produktion de® 
Mehrwertes wächst schneller als der Wert des Zusatzkapitals. 
Die Entwicklung der Produktivkraft der Arbeit wirkt auch auf 
das Originalkapital oder das bereits im Produktionsprozeß befind 
liche Kapital zurück. Ein Teil des funktionierenden konstante? 
Kapitals besteht aus Arbeitsmitteln, wie Maschinerie usw., die nur 
‚ängeren Perioden konsumiert und daher reproduziert oder dur 
aeue Exemplare derselben Art ersetzt werden. Aber jedes Jahr 
stirbt ein Teil dieser Arbeitsmittel ab oder erreicht das Endziel seine! 
produktiven Funktion. Er befindet sich daher jedes Jahr im Stadiu” 
seiner periodischen Reproduktion oder seines Ersatzes durch neu? 
Exemplare derselben Art. Hat die Produktivkraft der Arbeit sich 
in der Geburtsstätte dieser Arbeitsmittel erweitert, und sie entwickel 
sich fortwährend mit dem ununterbrochenen Fluß der Wissenschafl 
und der Technik, so tritt wirkungsvollere und, ihren Leistung“ 
umfang betrachtet, wohlfeilere Maschine, Werkzeug, Apparat us“ 
an die Stelle der alten. Das alte Kapital wird in einer produktiver® 
Form reproduziert, abgesehen von der fortwährenden Detailveränd® 
tung an den vorhandenen Arbeitsmitteln. te 
Der andere Teil des konstanten Kapitals, Rohmaterial und Hl 
stoffe, wird fortwährend innerhalb des Jahres, der der Agrikuli® 
entstammende meist jährlich reproduziert. Jede Einführung bes 
rer Methoden usw. wirkt hier also fast gleichzeitig auf Zuschu% 
kapital und bereits in Funktion begriffenes Kapital. Jeder FO" 
schritt der Chemie vermannigfacht nicht nur die Zahl der nützlich“ 
Stoffe und die Nutzanwendungen der schon bekannten. und del
	        
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