Full text : Mexico

94 Die einzelnen Wirtschaftszweige etc.

Der Ertrag an Zuckerrohr wurde 19238 auf 2,228.417 t angegeben.
Die Mehrzahl der Zuckerpflanzungen sind in mexieanischen
Händen, die Einrichtungen der Zuckerfabriken oft etwas veraltet,
 wenngleich auch moderne Maschinerien daneben vorkommen.
 Es wurden im genannten Jahre 149.338 t Zucker hergestellt,
 davon 59.292 £ in Veracruz, 29.782 in Sinaloa, 15.283
in Puebla, 12.401 in Jalisco, 8080 in Michoacän u. s. f. (Morelos,
einst der zweite Zuckerproduzent des Landes, ist infolge der
Revolution jetzt ausgeschieden.) (Züuckereinfuhr unbedeutend,
1924: 277 t — 96.100 Pesos.) Außer weißem Zucker wird viel
Braunzucker (Panocha) und Rum ‚erzeugt. Zuckerausfuhr 1924
16.613 t = 5 Millionen Pesos.
Bananen werden in Mexico in großer Menge im warmen
und gemäßigten Land gezogen (obere Anbaugrenze in größerem
Maßstab 1500 m, obere Verbreitungsgrenze 1900 m). Die Hauptmenge
 der angebauten Bananen dient dem örtlichen Verbrauch;
in Tabasco und Veracruz werden (aber nur im Tiefland), längs
der schiffbaren Flüsse, Bananen (Plätanos) auch zur Ausfuhr
erzeugt (Ausfuhr 1923/24: 2,239.000 Trauben im Wert von
1,881.200 Pesos; die Verfrachtung nach den Vereinigten Staaten
erfolgt auf Dampfern der United Fruit Co.).
Von Genuß- oder Reizmittel liefernden Gewächsen, die in
Mexico angebaut werden, sind die wichtigsten Kaffee, Kakao
und Tabak, letztere beide in Mexico heimisch, ersterer eingeführt.


Der Kaffee liebt ein feuchtes, ziemlich kühles Klima
und meidet daher nicht nur das kalte Land, sondern gedeiht
auch nur wenig in den heißen Strichen der Tierra caliente. Seine
Hauptverbreitung findet er daher an der regenreichen atlantischen
 und pazifischen Gebirgsabdachung, und zwar hauptsächlich
 zwischen 300 und 1300 m Höhe. Die höheren Lagen liefern
im allgemeinen die feineren Sorten, sind aber oft schon gelegentlicher
 Frostgefahr ausgesetzt und geben schwächere Ernten als
die tieferen Lagen. Wenngleich der Kaffeebau und die Erntebereitung
 vielfach noch in primitiver Weise betrieben wird, so
gibt es doch auch eine ansehnliche Zahl von Plantagen. mit ganz
modernem Betrieb. Auch Deutsche sind in diesem Landwirt-
            
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