Full text: Mexico

Landwirtschaft. 
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Ölliefernde Kulturgewächse, zu denen Sesam, 
Erdnuß, Walnuß und die Baumwolle gehören, und wildwachsende 
Palmen sind. in Mexico recht zahlreich; die Speiseölgewinnung 
ist aber nicht sehr bedeutend, weshalb starke Einfuhr nötig ist 
(1924 wertete das eingeführte Olivenöl [666 t] 878.000 Pesos). 
Die Kokospalme wird nirgends in großem Maßstab angebaut, 
Datteln und Feigen in kleinen Pflanzungen auf der Halbinsel 
Niederkalifornien. 
Der Anbau des Ölbaumes, der in der spanischen 
Kolonialzeit verboten. war, wird neuerdings von der Regierung 
begünstigt, und es sind in trockenen Gebieten des gemäßigten 
Landes, z. B. bei Parras, Anpflanzungen gemacht worden. 
Mit Faserpflanzen ist Mexico von der Natur reich 
bedacht und die meisten derselben sind schon in vorkolumbi- 
scher Zeit in ausgedehntem Maße angepflanzt und benutzt 
worden. Die wichtigsten Faserpflanzen sind die Baumwolle und 
einige Agavenarten. 
Obgleich die Baumwollkultur') schon zur Aztekenzeit 
einen wichtigen Zweig der Landwirtschaft darstellte, so ist sie 
doch sehr lange über Gebühr vernachlässigt worden und erst 
in neuester Zeit ist ein so wesentlicher Fortschritt gemacht 
worden, daß die heimische Erzeugung nicht nur für den Bedarf 
der im Land befindlichen Baumwollspinnereien und -webereien 
genügt, sondern noch eine erhebliche Ausfuhr stattfindet (1924: 
15.466 t — 16°/, Millionen Pesos). 1923 wurde die Ernte auf 
atwas über 38.000t angegeben, wozu Niederkalifornien fast 
die Hälfte (18.120 t), Coahuila über */, (8209 t), Durango "/; 
(6665 t) und Tamaulipas */,2 (3277 t) beisteuerten. Fürs Jahr 
1924 erwartete man aber eine fast doppelt so große Ernte, von 
der man annahm, daß Niederkalifornien (der Mexicalidistrikt) 
über */, liefern würde. 
Von den zahlreichen wildwachsenden Agavearten, die in 
den trockeneren Gebieten des Landes vom Meeresniveau bis 
über 3100 m Höhe hinauf vorkommen. sind nur wenige in 
*‘) Es wird, wie in Texas und Louisiana, heute meist die ägyptische 
Art angepflanzt, wegen des längern Stapels, und nicht die besonders in 
Jer Huaxteca und dem Totonakengebiet (Ostmexieco) früher einheimische. 
3apper, Mexico.
	        
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