Full text: Mexico

Alphabetisches Verzeichnis. 
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boote fahrbar. Der Seehafen Frontera läßt Dampfer größeren Tief- 
yangs wegen Barre nicht ein. Gefährlich ist die Küste samt ihren Ein- 
buchtungen. 
Der Staat Tamadlipas, zwischen dem Golf von Mexico und dem 
Hochland, besitzt eine Fläche von 79.602 km? mit (1921) 287.957 Ein- 
wohnern (362 pro km?). Das Klima ist im Tiefland warm, an den Gebirgs- 
hängen kühl; die höhere geographische Breite macht sich bereits in einem 
etwas stärkeren Ausschlag der jährlichen Wärmeschwankung geltend: 
Tampico in 22° 18’ n. Br., 22 m ü. M. (120.000 Einwohner). Hauptausfuhr- 
hafen von Erdöl, das im Staate Veracruz gewonnen wird, ferner von Erzen 
aus den Nordstaaten. Wichtiger Einfuhrhafen, Jahresmittel 28°2° C (August 
271, Februar 19°0), Ciudad Victoria, in 28° 44’ n. Br., 317m ü. M., 
Hauptstadt (ca. 20.000 Einwohner) mit Obst- und Orangengärten. Jahres- 
durchschnitt 227° (Juni 28'3, Dezember 16-4). Der Regenfall ist mäßig: 
Tampico 898 mm (August 1877, Februar 196), Ciudad Victoria 560 mm 
(April 1305, November 1883). Das Land ist längs der lagunenbesetzten 
Küste flach, weiter landeinwärts hügelig bis gebirgig. Von den Flüssen 
sind die beiden Grenzflüsse Rio Grande und Pänuco streckenweise 
schiffbar, Man hat berechnet, daß 95.000 Pferdekräfte durch Wassergefälle 
zu gewinnen wären. Grasfluren und Wälder neben Strauchsteppen decken 
das Land. Der Bergbau liefert Schweröl. Der private Landbesitz entfiel 
1910 auf 3079 Eigentümer, während 92'3% der ländlichen Familien keinen 
Grundbesitz hatten. Die Landwirtschaft liefert außer den gewohnten 
Nutzgewächsen des Landes Reis, Baumwolle (1923: 3277 tt), Zuckerrohr, 
Ixtle u. a. und erfährt einen neuen Aufschwung. Der Viehstand betrug 
1910 37.250 Rinder, 71.656 Pferde, 49.985 Maultiere, 10.906 Schweine, 64.385 
Schafe und 143.093 Ziegen. Die Industrie besteht hauptsächlich in Öl- 
raffinerien. Der Handel in Vieh, Baumwolle, Ixtle, Häuten, Holz u. a. ist 
rege, vor allem in der Hafenstadt Tampico, von wo eine Bahn sowohl 
nach San Luis Potosi wie nach Vietoria und Monterrey führt. 
Tepic s. Nayarit. 
Der südliche Hochlandstaat Tlaxcala hat nur 4027 km? (178.570 Ein- 
wohner 1921, 4434 pro km”). Das Gelände weist außer ausgedehnten Ebenen 
auch Gebirge auf sowie den 4460 m hohen, stellenweise waldbedeckten, zu- 
weilen schneegekrönten Vulkan Malinche, Das ganze Gebiet gehört der kalten 
Höhenzone an. Das Klima ist kühl, der Regenfall mäßig, ausreichend für 
den Ackerbau, der Boden gut. Die Grundbesitzverhältnisse um 1910 wiesen 
224 Besitzer auf, so daß 993% der ländlichen Familien landlos waren. 
Die Regierung gab 1915—1923 29 (von den 36) Gemeinden Ejidos. Die 
Wälder liefern Holz, der Feldbau alle Feldfrüchte des kalten Landes in 
reichlicher Menge, darunter auch Pulque (1923: 290.000 Faß zu 2501), 
Weizen (1467t 1924), Kartoffeln, Gerste. Der Viehstand, in der Revolu- 
ünonszeit schwer geschädigt, betrug 1924 2988 Rinder, 2165 Pferde, 8726 
Maultiere, 3291 Schweine, 17.512 Schafe, 3612 Ziegen, Die Industrie weist
	        
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