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Die Natur des Landes.
Mexicos deutliche Beziehungen nachN or den und nachS üden:
in der Tieflandregion der Tropen und an den feuchten Gebirgsabdachungen
herrscht die mexicanisch-mittelamerikanische
Tierwelt vor, die viele südamerikanische Formen beherbergt;
auf dem mexicanischen Hochland findet sich dagegen großenteils
dieselbe Tierwelt, wie im benachbarten Felsengebirge von
Neumexico und Arizona. Zwischen beiden Gebieten ist aber
auch vielfach ein Austausch eingetreten, namentlich sind
gewisse Hochlandstiere auch in trockene tiefgelegene Tropengebiete
eingewandert und heimisch geworden, wie der virginische
Hirsch, der Coyote u. a. Als Charaktertypen der tropischen
mexicanischen Säugetierwelt wären zu nennen zwei Affenarten;
Jaguar, Ozelot, Puma und andere Katzenarten; Nasenbär;
Gürteltier; Tapir; Pecari; als Hauptvertreter der Hochlandssäugetiere
der schwarze Bär (nur im außertropischen Gebiet),
der Waschbär, Coyote, Luchs, Stinktier, Fischotter, virginischer
Hirsch, Hase. Beide Säugetierfaunen sind ‘nicht sonderlich
individuenreich, so daß die Jagd in den meisten Gegenden nur
wenig zu bieten vermag, Viel individuenreicher ist die Vogelwelt;
die Farbenschönheit des Gefieders vieler Vögel hat die
ursprüngliche Bevölkerung des Landes zu einem eigenartigen
Zweig des Kunstgewerbes angeregt, der freilich zur Zeit bis auf
kümmerliche Reste wieder verschwunden ist: Herstellung kunstvollen
Federschmucks. Von besonderer Schönheit ist der in
den Gebirgswäldern von Chiapas noch ziemlich häufige Quezal
(Pharomacrus mocinna). Wichtig ist der Zopilote (Aasgeier)
durch Ausübung der Gesundheitspolizei. Im Winter hausen viele
kanadische Gänse und Enten auf den Seen des Hochlandes.
Ebendort findet sich auch das eigenartige geschwänzte Amphibium
Axolotl, das der indianischen Bevölkerung al”er;in
Leckerbissen gilt. Schlangen, darunter sehr giftige, sind namentlich
in den tropischen Urwaldregionen häufig, Schildkröten und
Alligatoren in den Gewässern wärmerer Regionen. Der Fischreichtum
des Meeres und vieler Süßwasserflüsse und Seen ist
ansehnlich und daher von Wichtigkeit für die Anwohner. Auch
die Süßwassermollusken, die fast durchweg nordamerikanisch
sind, werden zur Nahrung benutzt, ihre Schale zu Kalk ge-