Mexicanische Wirtschaft etc.
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Lastträger verwendet werden. Die indianischen Lastträger
trugen in Tragnetzen oder hölzernen Traggestellen („Cacaxtes‘)
mittels eines breiten Stirnbandes bedeutende Lasten (oft über
einen Zentner); Lastträgerverkehr ist in der vorspanischen Zeit
allgemein üblich gewesen.
Da die Landwege nur für den Gebrauch von Fußgängern
dienten, so waren sie schmal und hatten in gebirgigem Gelände
oft sehr beträchtliche Steigungen zu überwinden; Flüsse wurden
durchwatet oder auf Flößen oder Einbäumen überschritten,
wenn keine übergelegten Baumstämme oder lianengeflochtene
Hängebrücken vorhanden waren. In bestimmten Abständen
waren für die reisenden Kaufleute auch Unterkunftshäuser er-
richtet und besondere Karten gaben über die wichtigsten topo-
graphischen Einzelheiten des Weges Auskunft.
Der Nachrichtendienst wurde ebenfalls durch
Menschen besorgt, die mündlich oder mit Hilfe von Hiero-
glyphenschrift die Nachrichten übermittelten. Der aztekische
Staat besaß einen sehr gut arbeitenden Nachrichtendienst, indem
Schnelläufer an den Hauptwegen in besonderen, nur etwa 8 bis
9 km voneinander entfernten Stationen stets bereit sein mußten,
um eine einlaufende Nachricht sofort zur nächsten Station
weiter zu befördern. Es konnte auf diese Weise eine Nachricht
innerhalb eines Tages von der Golfküste bis zur Hauptstadt auf
eine Entfernung von etwa 300 km trotz der stellenweise sehr
bedeutenden Steigung gebracht werden.
So kann man denn wohl sagen, daß in einem großen Teil des
heutigen mexicanischen Staatsgebiets nicht nur die wirtschaft-
liche Betätigung zu einer nennenswerten Entwicklung gelangt
war, sondern auch das Verkehrswesen so hoch stand, als man
unter obwaltenden Umständen gerechterweise erwarten darf.
2. Mexicanische Wirtschaft unter der spanischen
Kolonialherrschaft.
Am Anfang des 16. Jahrhunderts haben Europäer mexi-
canischen Boden zum erstenmal betreten. und um die Mitte des-
selben war mit Ausnahme einiger schwer zugänglicher Land-