Full text: Mexico

Bergbau. 
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Gold konzentriert — eine Methode, die naturgemäß großer, 
Verlust mit sich bringt. Vielfach ist der Mangel an Verkehrs- 
wegen und an Heiz- und Stützmaterial der Ausbeutung der vor- 
handenen Erzlagerstätten hinderlich. Die Zahl der Bergwerks- 
arbeiter, unter denen sich viele Indianer befinden, und An- 
gestellten war 1924: 83.822. 
Die führende Rolle in der Bergbautätigkeit des Landes hat 
die Silber gewinnung seit jeher gespielt. Mexico ist auch der 
erste Silberproduzent der Welt, und wenn es bezüglich der 
Silbererzeugung zeitenweise von den Vereinigten Staaten über- 
flügelt worden war, So hat es doch gegenwärtig wieder einen 
großen Vorsprung vor diesem Rivalen erlangt: 1905 hat die 
Silberförderung in Mexico 2,023.418 kg betragen, gegenüber 
1,745.318 kg in den Vereinigten Staaten, 1924 in Mexico 
2,844.104 gegenüber 1,997.486 in den Vereinigten Staaten. Das 
Silber ist zumeist mit Blei, auch Zink, Eisen, Kupfer oder 
Manganerzen vergesellschaftet und in den Tiefen der Gänge 
häufig verbunden mit Schwefel, zuweilen auch mit Arsen- und 
Antimonverbindungen, die der Verarbeitung ehemals große 
Schwierigkeiten bereiteten; deshalb sind solche Lager meist 
erst in der neueren Zeit, nach Erfindung neuer Verarbeitungs- 
methoden, in Abbau genommen worden. Silber findet sich im 
ganzen nordwestlichen und mittleren Mexico in großer Menge; 
von alters her sind die riesige „Veta Madre‘ in Guanajuäto und 
die „Veta grande‘ von Zacatecas berühmt. Die erste Stelle 
unter den silbererzeugenden Staaten nimmt Hidalgo ein, das 
mit 833.301 kg nicht viel unter einem Drittel der Gesamtsilber- 
erzeugung hervorbringt (die Hauptmenge in den Gemeinden 
Pachuca und Real del Monte). An zweiter Stelle steht Chihuähua 
(*/s hauptsächliche Gewinnung in Santa Bärbara, Santa Eulalia 
und Hidalgo del Parral), an dritter Stelle Zacatecas (*/,, be- 
sonders Fresnillo), an vierter Stelle Jalisco (*/,, besonders 
Hostostipaquillo). 
Gold war zwar schon von den Azteken (als Waschgold) 
gewonnen worden, war aber neben dem Silber lange vernach- 
lässigt geblieben, bis der Silbersturz die Aufmerksamkeit mehr auf 
das Gold lenkte, namentlich seit 1894. 1905 wurden 24,236 kg
	        
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