Full text: Mexico

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Die einzelnen Wirtschaitszweige etc. 
In der Petroleumindustrie waren 1924 über 1065 Millionen 
Pesos investiert, davon 614*/, von Amerikanern, 356°/, von Eng- 
ländern, 75°/, von Holländern und 11*/, von Mexicanern, wäh- 
rend der Rest sich auf verschiedene Nationalitäten verteilte. 
“Deutsches Kapital ist nicht nennenswert beteiligt, obgleich sich 
nach Mitteilung von Sachverständigen auch nach dem Welt- 
krieg hiezu noch Gelegenheit geboten hätte.) 1924 waren 200 
Millionen Pesos in Bohrlöchern, fast‘ ebensoviel in Ölleitungen, 
64 in Eisenbehältern, 86*/, in Raffinerien, 160 in Verkehrs- 
einrichtungen, Schiffen, rollendem Material und 354 Millionen 
in Land angelegt. 
1925 ging die Erdölförderung auf 114°8 Millionen Faß 
zurück (Wert: 2969 Millionen Pesos, so daß also der Wert 
trotz des Rückgangs der Förderung stieg). 
Steinkohleund Braunkohle sind zwar mehrfach 
in Mexico nachgewiesen, so in Coahuila, Sonora, Puebla, Oaxäca, 
Jalisco und Veracruz; die Lager hat man auch schon mehrfach 
abzubauen begonnen, aber nur in Coahuila hat die Förderung 
ler Braunkohle, welche als Flöze in der obern Kreideformation 
auftritt, größere Beträge erreicht (1924: 1'/, Millionen Tonnen)*). 
Gips wird im Staat Tamaulipas in größeren Mengen ge- 
fördert, Opale und andere Edelsteine in kleiner Menge in 
Queretaro, Guerrero, Jalisco, Guanajuäto, Marmor und 
Onyx vielfach in Puebla, auch in. den nördlichen und mittleren 
Staaten. Kaolin findet sich in großer Menge, besonders im 
Staat Puebla, wird aber bisher wenig benutzt. Die Sch wefel- 
gewinnung, die früher im Krater des Popocatepetl stattfand, hat 
aufgehört. 
Salz wird außer in zahlreichen Seesalinen an beiden 
Meeresküsten (namentlich Yucatän) auch vielfach im Binnen- 
land gewonnen, so in den Staaten S. Luis Potosi (Pefion Blanco, 
Tapado, Zamorelia) und Sonora (Caborca). In einigen kleinen 
Salinen von Chiapas gewinnen Indianer Salz noch nach ihren alten 
Methoden durch Verdampfen überm Feuer oder vor der Sonne. 
2) Zur Zeit müssen noch große Kohlenmengen eingeführt werden 
1904/5 1,116.684 t im Wert von 2,551.536 Pesos), da die Fracht von 
Coahuila für viele Gegenden prohibitiv ist.
	        
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