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und es ist deshalb klar, daß, wenn die Existenz des ersten und
zweiten Grundes beim Sparer ein Opfer involvieren würde,
in beiden Fällen ein Opfer vorliegen müßte!). Und wenn
ich täglich 10 Mk. ausleihen und daher nach zwei Jahren
täglich 10 Mk. zurückbekommen würde, so würden die Dinge
ebenfalls nicht anders liegen. Was für die Statik „wahr“
ist, das „gilt“ eben auch für die Dynamik. Die Zweckmäßigkeit
unserer Unterscheidung in Statik und Dynamik zeigt sich hier
wieder.
Wir kommen also zu dem Ergebnis, daß mit Hilfe des Synchronisierungsgedankens
weder gegen die Agiotheorie, noch gegen
die Abstinenztheorie etwas auszurichten ist?). Wir fügen noch
1) Wenn daher Clark die Abstinenztheorie — die er ja besonders
kritisieren muß, da der Synchronisierungsgedanke gegen sie nichts zu
‘'eisten vermag, schon aus dem Grunde, weil, wenn auch das „true capital“
Arbeit und ihre Früchte dem Wesen nach gleichzeitig machte, immer noch
die Frage zu beantworten wäre, was für eine Rolle denn bei denjenigen
Subjekten, die das „true capital‘ dauernd darbieten, das Warten spielt —
jadurch zu widerlegen sucht, daß er unter Abstinenz einen einmaligen
endgültigen Verzicht auf eine an sich mögliche Bedürfnisbefriedigung versteht,
wodurch in der Dynamik das „true capital“ geschaffen wird, und
as für ihn daher in der Statik keine Abstinenz gibt (Clark, Distribution,
3. 129/36), so sieht man ein, wie hier der Synchronisierungsgedanke zu
einer der Wirklichkeit widersprechenden Annahme zwingt.
2) Kromphardt, der versucht, wie wir bereits oben erwähnten,
aus den in der Casselschen Theorie vorhandenen teleologischen und
aormativen Elementen eine neue Systemidee herauszulesen, kommt dabei
zu dem Schluß, daß der statische Wirtschaftsprozeß ein synchronisierter
Wirtschaftsprozeß und das Fehlen des Wartens daher der Casselschen
Statik immanent sei (Kromphardt, Systemidee, S. 33/39). Wir bemerken:
Wenn man der Casselschen Theorie die Kromphardtsche Auslegung
gibt, so trifft dessen Schluß zu. Nach Kromphardt besteht im Casselschen
System eine Zweck-Mittel-Relation zwischen Sozialprodukt und
Produktivfonds. Die Preissysteme haben die Aufgabe, entsprechend dem
ökonomischen Prinzip unter den vielen möglichen Sozialprodukten das
größtmöglichste zur Realisierung auszuwählen (Kromphardt, Systemidee,
S. 10/15). „In dieser Verwendung des ökonomischen Prinzipes
als Auswahlsinstanz gegenüber denkbaren und möglichen
Preissystemenliegt dasessentiell Neue des Casselschen Systems“
(Kromphardt, Systemidee, S. 14). Der Produktivfonds und das zugehörige
Sozialprodukt sind niemals gleichzeitig. Da aber die wirklichen Preise
des Preisstromes, die es zu erklären gilt, für beide Komplexe gleichzeitig
sind, so bedarf auch die Casselsche Preistheorie der Gileichzeitigkeit
der Preisbildung für Sozialprodukt und Produktivfonds. Es muß daher
eine fiktive Zweck-Mittel-Relation zwischen dem Sozialprodukt von heute