Full text : Statische oder dynamische Zinstheorie?

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Ansprüche auf Kapitaldisposition sind einfach absolut unersättlich‘‘?).
 Also auch wenn nicht gespart wird, in der stationären
sozialistischen Wirtschaft, muß für Cassel ein bestimmter Zinsfuß
 existieren.

2. Die Zinstheorie Schumpeters,
Schumpeter beginnt mit der Schilderung des Kreislaufes
der Wirtschaft in seiner Bedingtheit durch gegebene Verhältnisse®),
 er untersucht zunächst die statische Wirtschaft, die
hier, wie wir unseren späteren Ausführungen vorausgreifend
bemerken wollen, etwas anders charakterisiert wird, als wie im
„Wesen“, wo sie bekanntlich durch das Gegebensein von Wertfunktionen
 und Güterquantitäten gekennzeichnet ist. In
Schumpeters statischer Wirtschaft handeln die Wirtschafts-‚subjekte
 auf Grund langjähriger, zum Teil ererbter Erfahrung®),
„nach erfahrungsgemäß gegebenen Daten und in einer ebenso
erfahrungsgemäß gegebenen Art .und Weise‘“*). Die Daten
können sich wohl ändern, „aber dann wird jedermann nicht
etwa schlechthin Neues tun, sondern möglichst viel von seiner
gewohnten Wirtschaftsweise festhalten und dem Drucke der
Verhältnisse nur soweit nachgeben, als es nötig ist‘®). Wenn die
Wirtschaft sich wirklich nicht „von selbst‘“ verändert, so können
wir daher, ohne wesentliches zu übersehen, von einer Wirtschaft
 mit konstanten Daten ausgehen‘). Da man erfahrungsgemäß,
 gleichsam automatisch, in dieser statischen Wirtschaft
produziert und konsumiert, anbietet und nachfragt, so wartet
auf jedes Angebot in der Wirtschaft irgendwo eine Nachfrage”).
Daraus folgt, daß alle Güter ihren Absatz finden, daß der Kreislauf
 geschlossen ist, oder, wie man es auch anders darstellen
kann, alle „Einwürfe‘ in das und alle „Anteile“ am Sozialprodukt
 sich heben®). In diesem Zustand realisiert jedes Wirtschaftssubjekt
 mit seinem Güterbesitz die unter den gegebenen
Verhältnissen größte Wertsumme. Alle Gewinne sind hier gemacht.
 Die letzte Teilmenge jedes Produktes wird ohne Nutz-?)

 Cassel, Theorie, S. 235, 2) Schumpeter, Entwicklung, S. 1.
°) ebda., S. 4. *) ebda,, S. 7. %) ebda., S. 7, 50/51.
*) ebda., S. 8. 7”) ebda., S. 6/7. ss) ebda., S. 8/9.
            
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