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kenntnis, daß die Statik für Cassel nicht durch das Fehlen
eines besonderen Wirtschaftstypus charkterisiert ist, vielmehr
der Unternehmer, wie er auch immer definiert werden mag, in
die Statik mit eingeschlossen ist, was schon daraus hervorgeht,
daß die Konjunkturbewegung für Cassel in einer Wechsel-
wirkung zwischen Unternehmertätigkeit einerseits und dem
Zinsfuße andererseits besteht. Der Unternehmer ist also immer
vorhanden, und sein Auftreten wird nur durch eine besondere
Marktlage hervorgerufen.
Wir stimmen in diesem Punkte der Casselschen Auf-
Fassung zu. Für uns unterscheidet sich Statik. und Dynamik
ebenfalls nicht durch das Fehlen bzw. Vorhandensein gewisser
Wirtschaftssubjekte. Die Dynamik ist für uns das Erkenntnis-
objekt der theoretischen Nationalökonomie. In der dynamischen
Wirtschaft zeigt sich bald mehr, bald weniger die Tendenz zu
einem stabilen Gleichgewichtszustand der gesamten Wirtschaft,
der aber infolge der ständig auftretenden Störungsursachen;,
organischer oder anorganischer Natur, nie erreicht wird, Wir
abstrahieren daher von der Veränderung der system-
bestimmenden. Daten, nehmen also Konstanz der-
selben an und gelangen somit denknotwendig zu
einem exakten Gleichgewichtszustand, zur statischen
Wirtschaft, wo ständig Übereinstimmung zwischen
effektiverNachfrage undeffektivem Angebotherrscht,
denn wenn diese nicht vorhanden wäre, würde auch
eine Konstanz der systembestimmenden Daten,
z. B.. der Gütermengen und Wertfunktionen Schumpeters,
nicht denkbar seinl).
1!) Wir sind also hier anderer Meinung als Streller, nach dessen
Ansicht die Konstanz der Daten für das statische Gleichgewicht nicht
immer relevant ist, da manche Änderungen der Daten auf Angebot und
Nachfrage überhaupt keinen Einfluß ausüben oder es auch vorkommen
kann, daß irgendwelche Änderungen durch Veränderungen auf der Gegen-
seite kompensiert werden. (Streller, Statik und Dynamik, S. 96/100, 101,
114). Streller definiert daher die Statik als eine Wirtschaft, bei der sich
zwischen Angebot und Nachfrage keine Zeitintervalle schieben (Streller,
Statik und Dynamik, S. 114). Wir bemerken: Wenn wir von Konstanz
der systembestimmenden Daten sprechen, so meinen wir die Größen, die
wir für den Ablauf jeder Wirtschaft als relevant halten und mit deren Hilfe
wir ein System der wirtschaftlichen Erscheinungen aufzubauen suchen,