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mengen wie oben angegeben, d. h. in absteigender Richtung
nach Diagonalen vorgehend, anstellt‘‘.
„Ein Leichtes ist es aber auch, sich von demselben zu über-
zeugen, wenn man einander Zahlen gegenüberstellt, die jeweils
in der gleichen Horizontale liegen. Hierbei würden sich nämlich
die Abweichungen in plus und die Abweichungen in minus
die Wage halten. Gerade nach diesem Prinzip führt v. Böhm-
Bawerk seine Vergleiche aus, und er kommt zu einem anderen
Ergebnis nur aus dem Grunde, weil er in ganz willkürlicher und
dem Problem nicht angemessener Weise die miteinander zu
vergleichenden Zahlenreihen abbricht. Er läßt den Endpunkt
der längsten von den in Betracht kommenden Produktions-
perioden mit dem Endpunkt des Zeitraumes, auf den hinaus
sich der Wirtschaftsplan des Produzenten erstreckt, ohne Angabe
der Gründe, zusammenfallen‘‘!).
Böhm-Bawerks Haupteinwand gegen Bortkiewicz‘s
Kritik hat folgenden Inhalt: „Bortkiewicz will das 7. Jahr,
mit dem ich meine tabellarische Vergleichung schließe, zugleich
die äußerste Grenze bezeichnen lassen, bis zu welcher eine Ver-
längerung der Produktionsumwege überhaupt fort-
gesetzt werden kann, und er besteht darauf, daß die tabellarische
Vergleichung noch über diese äußerste Grenze hinaus fortgesetzt
werden müsse. Mit anderen Worten: er will, daß in die tabella-
rische Vergleichung Bewertungsziffern einbezogen werden,
welche von produktiven Verwendungen abgeleitet werden,
bei denen die Mehrergiebigkeit längerer Produktionsprozesse
sich ‘nicht mehr geltend machen kann‘“?). Das heißt aber,
Bortkiewicz’s Ausführungen würden „vollkommen zutreffen
für die INustrierung eines Zustandes, in welchem eine Volks-
wirtschaft mit Gegenwartsgütern so gesättigt ist, daß keine
Verlängerung der Produktionsumwege, die noch zu einer Ver-
größerung des Produktes führen kann, durch das Unzureichen
des Besitzstandes an Gegenwartsgütern gehindert wird‘). „Was
') v. Bortkiewicz, Der Kardinalfehl ö
. er d. Böhm-Bawerkschen Zins-
theorie, Schmoll. Jahrb. 1906, S. 953/55 (di i
EEE WI, , /55 (die Unterstreichungen stammen
2) Böhm-Bawerk, Exkurse, S. 255/56 (die U i
, ‚5. terst
von Böhm-Bawerk). °) ebda., S. aD Clie Knterstreichungemstanımen