Full text: Der Haushalt des Kaufmannsgehilfen

fast 100 v. H. Bei einem Einkommen von über 4000 AM beträgt die 
Verteuerung rund 187 M. Diese Zahlen zeigen eindeutig, wie schwer 
im Vergleich zu den kleinen Städten die hohen Mietpreise in der Groß— 
stadt die Kaufmannsgehilfen belasten. In einem Jahresbudget von rund 
3500 N spielt die Mehrausgabe von 218 ANM für Miete eine sehr be— 
trächtliche Rolle. Es bedarf wohl keiner Erläuterung, daß infolgedessen viele 
andere, wichtige Lebensbedürfnisse eingeschränkt werden müssen. Eine 
weitere in der Großstadt verteuerte Ausgabe ist Heizung und Be— 
leuchtung?: 
Einkommen 
Landort, Land- 
tadt. HKleinstadt 
Mittelstadt 
Großstadt 
cä—m ä 
bis 3000 
3 bis 
über? 
. bo 
121 
181.361 
* 
⸗ 
VVä 
26.96s 
208184 7 
131. 48 4 
144. 48 
203.87 
Die Mehrausgabe ist allerdings nicht erheblich. Eine Begründung für 
diese Tatsache dürste schwer zu finden sein, da mannigfache Gründe (ver— 
schiedene Preisverhältnisse, verschiedene Lebensgewohnheiten, Gas- oder Elek—⸗ 
trizitätsverbrauch, Ofenheizung usw.) möglicherweise eine Rolle spielen können. 
Die Vermehrung der Ausgaben für Erholung (vogl. Anhang 
Tabelle IIIa — c) in der größeren Stadt dürfte auf das dort gesteigerte Be— 
dürfnis nach Erholung zurückzuführen sein. Die Abweichung, die die Er— 
holungsausgaben der Einkommen bis zu 3000 AN aufweisen (vgl. Tabelle 
IIIa) ist darauf zurückzuführen, daß der minderbemittelte Kaufmannsgehilfe 
das Erholungsbedürfnis überhaupt nicht ausreichend befriedigen kann. Das 
zeigen die außerordentlich kleinen Ausgaben für Erholung in dieser Ein— 
kommensstufe und vor allem der dort für die Großstadt verzeichnete Minimal⸗ 
betrag von 5,514) jährlich. Im übrigen steigen die Erholungas— 
ausgaben, wie die Aufstellung zeigt, mit der Ortsgröße: 
bis 3000 
3 bis 400 
Aher 4000 
Einkommoen 
9 
Landort, Land- 
stadt. Kleinstadt 
8. 88 4 
26. 14 
—XXVI 
Mittelstadt 
Großstadt 
14. 74 α 5.51 24 
43. 78 Aè 55. 00 
00 78 141. M 
Nicht ganz einheitlich verhalten sich Schul geld und Lernmit— 
tel. In der Einkommensstufe bis 3000 2N ist in der größten Stadt die 
geringste Schulgeld- und Lernmittelausgabe verzeichnet. Vielleicht ist das 
auf die Schulgeldermäßigung und die kostenlose Lehrmittelbelieferung an 
ärmere Familien in größeren Städten zu erklären. Im übriagen erferder— 
Einkommen 
Landort, Land- 
stadt. Kleinstadt 
Mittelstadt — Großzstadt 
— — 
bis 3000 ⸗ 
3 bis 4000 
über 40005 
48. 55 A 37. 66 4 12. 27 4 
—W 4.01 43. 50 4 
73.534 24 132. 32 20 98.13 20
	        
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