Full text: Der Haushalt des Kaufmannsgehilfen

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Kartoffeln, Nährmitteln, wird durch vorstehende Ausführungen deutlich. 
Trotzdem also für Ernährung bei steigender Kopfzahl unter Zurücksetzung 
vieler anderer hier noch ausführlich zu erörternder Bedürfnisse mehr auf⸗ 
gewandt wird, dürfte die Ernährung der kopfreichen Familien zum Teil hart 
an der Grenze der Unterernährung liegen. 
Es wurde schon darauf hingewiesen, daß außer den Ausgaben für Nah⸗ 
rungsmittel die Ausgaben für Heizung und Beleuchtung, für 
Schulgeldund Lernmittel und für Dienstboten mit Ver— 
größerung der Familie bei gleichem Einkommen steigen. Diese 
Bedürfnisse sind also ähnlich wie der Verbrauch von Brot, Milch und Kar— 
toffeln für die größeren Familien am unentbehrlichsten. Auch die v.⸗H.Zahlen 
lassen ein Steigen dieser Ausgaben erkennen. Die einzelnen Zahlen mögen 
bei den Tabellen IVa-e des Anhangs eingesehen werden. Ap den v.⸗H. 
Zahlen der Ausgabe einer Vollperson (Tabelle IVd) ist die 
Verschiebung dieser Ausgabegruppen am klarsten erkennbar: 
Personenzahl 
Heizung und Be— 
leuchtung ...... 
Schulgeld und 
Lernmittel ..... 
Dienstboten . .... 
2 
Nersonen 
0 
Personen 
4 2 
Personene! Personen 
6 u. mehr 
Personen 
3383 
7 J— 
.4 
3.82 
0.15 1.12 — 2.21 2.95 4. o6 
0.79 0.73 1.17 1.79 25177 
4.24 
4.115 
Während die obengenannten Bedürfnisse eine Steigerung mit wachsen— 
der Kopfzahl aufweisen, verhalten sich die Miet— und Kleidungs— 
ausgabenungefähr auf gleichem Niveau. Diese zwei Be— 
dürfnisse werden demnach bei wachsender Familiengröße insoweit ein— 
geschränkt, als die Ausgaben nicht mehr, oder bei dem Einkommen von mehr 
als 4000 NM nur wenig, zunehmen. Auch hier haben wir es mit Existenz⸗ 
bedürfnissen zu tun, die nicht weiter herabgedrückt werden können. Anders 
stelt es bei dem Ha us rat und den, sonstigen Bedarf, auf deren 
Kosten die Steigerung der Nahrungsausgaben und einiger anderer dringlicher 
Bedürfnisse überhaupt nur möglich ist. Es ist im folgenden zu 
untersuchen, wie weit diese Bedürfnifse herabqe⸗ 
drückt werden mußten und konnten. 
Das Kleidun gsbedürfnis kann bei wachsender Personenzahl 
nur schwer ausreichend befriedigt werden. Abgesehen von der Einkommens—⸗ 
stufe mit mehr als 4000 NM, wo das Kleidungsbedürfnis ja an und für sich 
besser befriedigt werden kann, wird bei steigender Familienaröße soaar der 
absolute Ausgabenbetrag gesenkt 
bis 2000 
ʒ bis öα!: 
über 4000 .. 
Vollperson 5 
Einkommen 
Personen 
— 
351. 54 
380. 56 
610. 114 
253036 
2 
Versonen Personen Personen 
2 DML D 2 
6 u. mehr 
Personen 
2 
238. 20 
45. 57 
587. 46 
18678 
274. 58 269. 10 — 
410. 09 290. 78 337. 96 
677. 71 624. 57 749. 43 
166. 43 134. 79 128. 36
	        
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