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Auf eine Vollperson bezogen, fällt der Ausgabenbetrag rapide, von
230,39 PN bei zwei Personen auf 128,36 AN bei sechs und mehr Per⸗
sonen. Die am wenigsten einer Einschränkung fähigen
Kleidungsbedürfnisse sind Schuh werk, Bettzeug und Wäsche.
Die Ausgaben hierfür steigen, während die andere Kleidungsausgabe er—
heblich reduziert wird. Das sei an der Einkommensstufe von 3000 bis
4000 M gezeigt. Die übrigen Einkommensstufen, die auf den Tabellen des
Anhanges eingefehen werden können, zeigen aber dieselbe Tendenz.
Personenzahl 2 . 3 4 5 G u. mehr
Eintom. 3 bis Nooo. A . 2. α. O. α. S. . O. α . S.
Kleidungsausgab.
für den Mann ... 1.160 47. 43 1.31
„ die Frau .... 119 58.700 1.62
„Knaben ..... 123 54. 300 1. 50
Madchen ..1 o.ñẽ J —
„Schuhwerk .. 2.12100. M 2.78
Waäsche und
Zehzeug.. 33 33 oRsl
Verschiedenes 1.4. 10 J o.82 42. 00 1. 16
Imn .. hao. 56lio. Salaus. 5a2 A. dolIi. ,2Bο. I8. 8.37837. 06/ o.33
Während also im kinderlosen Haushalt für den Mann 146,21 M
und 116,26 AM für die Kleidung der Frau erübrigt werden konnten, mußte
im Haushalt mit sechs Personen und mehr der Mann seinen Kleidungs⸗
bedauf mit ganzen 47,43 M und die Frau mit 58,70 NM ein Jahr lang
bestreiten, denn die Kinder verursachten eine Ausgabe von 54,36 NM für
Knaben und 160,33 NM für Mädchen, und die Ausgaben für Schuhwerk
stiegen von 63,56 NM auf 100,44 M. Diese Zahlen zeigen die Herab⸗
minderung der Lebenshaltung bei wachsender Familiengröße besonders gut.
Die Mietausgaben verhalten sich unregelmäßig.
Das mag auf den erschwerten Wohnungswechsel der Nachkriegszeit zurück⸗
zuführen sein. In einigen Gruppen steigen die Ausgaben für Miete, während
sie in anderen Gruppen fallen. 1907 wurde festgestellt, daß die Mietausgabe
so elastisch war, daß sie mit zunehmender Kopfzahl sank. Eine solche Fest⸗
stellung kann an diesem Material nicht gemacht werden. Im Gegenteil
zeigt die Tabelle mit der Einkommensstufe von mehr als 4000, - 3N, daß
die Wohnungsausgabe etwas steigt. Bei den vielen Einflüssen, denen die
Miete unterliegt — der Unterschied von Klein⸗ und Großstadt, Neubau
oder Altwohnung usw. —, läßt sich für die Mietausgabe bei wachsender
Kopfzahl keine besondere Tendenz feststellen.
Die starke Einschränkung liegt dagegen bei dem HaAusrat
und dem sonstigen Bedarf. Dieser Bedarf, so sehr der Kaufmanns⸗
gehilfe, wie die Ausführungen in dem Abschnitt über die Lebenshaltung in
verschiedenen Einkommensstufen zeigten, auf seine Deckung Wert legen
muß, wird empfindlich zurückgeschraubt. Der prozentuale Anteil der Aus⸗
gaben für die Hauseinrichtung an den Ausgaben einer Voll⸗
person sinkt wie folgt (Tab. S. 53):