stopfen der Geldquelle bestraft werden würde. Mor-
gan selbst nahm sich kein Blatt vor den Mund, er hielt
die Zeit zu offener Rede für gekommen,
„Der Zweck dieser Zusammenkunft ist‘, sagte er,
„zu veranlassen, daß die Mitglieder der Eisenbahn-
organisation nicht mehr das Gesetz in ihre eigenen
Hände nehmen, wenn sie vermuten, daß man ihnen zu
nahe getreten ist, wie es bisher zu oft üblich war, Das
ist im allgemeinen in zivilisierten Ländern nicht Sitte,
und es gibt keinen vernünftigen Grund, warum es das
im Eisenbahnwesen sein sollte.”
Präsident Roberts von der Pennsylvania erwiderte:
„Im Namen der Eisenbahnmänner dieses Landes ver-
bitte ich mir derartige scharfe Worte, Man scheint
andeuten zu wollen, daß wir, die Eisenbahnleute, eine
Bande von Anarchisten sind, unter denen man ver-
suchen muß, Gesetz und Schiedsgerichtsbarkeit an die
Stelle von Gesetzlosigkeit und Macht vor Recht zu
setzen.”
Eine Stille trat ein, und dann sagte Stickney, er sei
gegen geheime Sitzungen wie die gegenwärtige. „Das
Publikum”, fügte er hinzu, „wird sicher denken, wir
bilden eine Verschwörung, um etwas zu tun, was wir
nicht tun dürften.“
Stickneys Ansicht schloß sich jedoch niemand an.
Roberts hielt dann eine Rede, in der er Nachdruck
darauf legte, daß der Bau nutzloser Parallelbahnen die
Grundursache aller Schwierigkeiten im Eisenbahn-
wesen sei. Er meinte, die Banken könnten das ver-
hindern, wenn sie nur wollten, und er wiederholte seine
Verwahrung gegen Morgans scharfe Sprache, Er sagte:
„Ich kann mir nicht helfen, aber ich meine, daß es eine
sröbere Sprache ist, als wir uns gefallen.lassen müssen.
[m übrigen fühle ich mich durchaus. nicht getroffen,
wenn es die anderen nicht tun.”
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