Object: Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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bildet werde, und wie sich der Mensch in den verschiedenen 
gesellschaftlichen Verbindungen am besten genüge und eine 
Bürgschaft für die höheren, ja für die erhabenen Bestandtheile 
und Beziehungen seiner Natur gewinne ; — das sind Fragen, 
niit denen sich der in einem weiteren Sinn verstandene So 
cialismus bereits ein wenig beschäftigt hat und ferner noch 
mehr beschäftigen wird. Aber es sind zugleich auch Fragen, 
die zum grössten Theil von der Oekonomie und dem Materiellen 
soweit abschweifen, dass sie an sich selbst eine besondere Be 
handlung erfordern. Ihre indirecte Erheblichkeit für die Ge 
staltung der socialökonomischen Grundlagen der Existenz nöthigt 
allerdings zur Beachtung ihrer materiellen Vorbedingungen und 
Rückwirkungen. Sie berechtigt aber keineswegs zur Verleuo-- 
nung jener vollständigen Gleichartigkeit, welche in dem wirth- 
schaftlichen Gebiet überall herrschen muss, wenn nicht jeglicher 
Eeitfaden und jede Abgrenzung des Zusammengehörigen preis 
gegeben werden soll. Die materielle Versorgung ist ein ver- 
hältnissmässig selbständiger Kreis von Aufgaben, und die 
Meinung, es lasse sich die Behandlung dieses Gebiets durch 
Hineintragungen rein ideeller und so zu sagen ästhetischer 
Bestrebungen veredeln, zeigt sich als unhaltbar. Im G egen- 
theil widersprechen solche Auswege dem Grundzug der moder 
nen Denkungsart, welche in der materiellen Wirthschaft die 
Grundlagen für die Verwirklichung einer höheren Geistes- 
cultur sucht und dem umgekehrten Wirkungsverhältniss zwar 
seine Bedeutung nicht gänzlich abspricht, aber von ihm auch 
nicht allzu viel erwartet. Die rationellere Socialtheorie würde 
sofort ihren Boden verlieren, wenn sie sich über jenes Ver- 
hältniss täuschte. Sie würde einem Rückschritt von Jahr 
tausenden verfallen und uralte Wahngebildo erneuern, wenn 
sie das eiserne Piédestal der materiell wirthschaftlichen Ord 
nung mit den für sich allein haltungslosen Spitzen der idealen 
Hervorbringungen vertauschen und so die natürlichen Lagerun- 
i?en umkehren wollte. 
Es betrifft die eben erwähnte Trennung des gänzlich Ver 
schiedenartigen nicht blos die im System und in der geschicht 
lichen Darstellung einzuhaltende Kritik, sondern auch die lebens- 
^ ollen Verhältnisse der Wirklichkeit. Es würde ein falsches 
Licht auf den Gang der Dinge selbst werfen, wenn man die 
inheit von Nationalökonomie und Socialismus so auffasste.
	        
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