verließ das Zimmer, um einen ausführlicheren Bericht
über das Gesetz auszuarbeiten. Der Präsident zeich-
nete dann mit Morgan zusammen die Bedingungen auf,
unter denen der letztere, als Vertreter eines Konsor-
tiums, das von der Regierung benötigte Gold liefern
sollte. Morgan schlug vor, die Regierung solle 100
Millionen Dollar in Gold kaufen, aber der Präsi-
dent hielt es für angebrachter, eine bestimmte Zahl
von Unzen zu kaufen, und nachdem er sich mit dem
Schatzsekretär und dessen Beamten besprochen
hatte, entschied er sich für 3'/, Millionen Unzen.
Dann wurden die Bedingungen und der Preis diskutiert
und dieser auf 17.80 Dollar pro Unze festgesetzt, wo-
durch also rund 65 Millionen Dollar in das Schatzamt
kämen. Der Sekretär war der Ansicht, daß diese
Summe ausreichen würde.
Über alles hatte man sich bis hierher geeinigt, da
machte der Präsident plötzlich ein sehr ernstes Ge-
sicht und sagte: „Und wie steht es mit den Goldver-
schiffungen ins Ausland? Wenn nun die Regierung
diese Menge Gold von den Banken kauft, und es wird
sofort wieder vom Schatzamt angefordert und ins Aus-
land gesandt? Können Sie garantieren, daß dieser Fall
nicht eintritt?”
Morgan hatte keine Zeit, sich erst mit den Mit-
gliedern des von ihm vorgeschlagenen Konsortiums in
Verbindung zu setzen. Aus dem Ton in der Stimme
des Präsidenten schloß er, daß dieser eine derartige
Garantie für unerläßlich für das Zustandekommen des
Projektes betrachtete. Konnte Morgan die Devisen-
händler verhindern, Gewinn aus der. Ausfuhr von Gold
zu ziehen? Er mußte die Frage ganz allein und auf
der Stelle entscheiden. Ohne einen Augenblick zu
zögern, sagte er:
„Herr Präsident, ich garantiere.”
Fe 1
Morgan
17970