Full text: John Pierpont Morgan, der Weltbankier

„Gut, sagte der Präsident, „es ist jetzt 2 Uhr, 
und es wäre wohl am besten, wenn Sie alle erst ein- 
mal zum Lunch gingen, während ich die Bedingungen 
des Projekts in einer Botschaft an den Kongreß zu- 
sammenfasse, die dann sofort zum Kapitol gesandt 
werden kann,“ 
Als alle aufstanden, sagte jemand: „Herr Morgan, 
was ist denn das für ein braunes Pulver auf Ihren 
Hosen, Ihren Rockschößen und um Ihren Stuhl?” Mor- 
gan sah schnell nach unten. Es war seine Frühstücks- 
zigarre, die er unangezündet in der Hand gehalten 
hatte, als er das Zimmer betrat, und die er, ohne es 
zu wissen, während er dasaß, zu Staub zerrieben 
hatte. Der Präsident lachte, reichte ihm eine Kiste 
Zigarren hinüber und meinte, jetzt sei es aber wirk- 
lich Zeit, daß Morgan zum Rauchen käme. Er fügte 
dann hinzu, es wäre ihm lieb, wenn Morgan noch da- 
bleiben würde, während er die Botschaft diktierte, um 
aufzupassen, ob sie auch wirklich alle Einzelheiten 
des Planes enthalten würde. Die anderen gingen, 
Cleveland ließ seinen Sekretär holen und diktierte 
ihm die Botschaft, die noch am gleichen Nachmittag 
nach dem Kapitol gesandt wurde. 
In dem Vertrag war vorgesehen, daß die Regie- 
rung für das Gold mit vierprozentigen Schuldverschrei- 
bungen zahlen sollte, nicht mit auf Gold lautenden, 
sondern mit solchen, die in „Münzen von gesetz- 
lichem Wert‘ zahlbar waren. Durch die Transaktion 
erhielt die Regierung Gold im Werte von 65317 500 
Dollar und gab als Bezahlung Verschreibungen im 
Nennwert von 62317500 Dollar aus. Die Differenz 
dieser beiden Ziffern bildete das Agio der Verschrei- 
bungen. Da sie 30 Jahre laufen sollten, ergab sich 
ein Preis von 104,49 Prozent und ein Zinsfuß von 
3% Prozent. 
1°)
	        
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