seinem Entschluß, die Verantwortung beim Kongreß
zu lassen, solange das Schatzamt noch einen Dollar
besaß, hatte er sich nicht abbringen lassen. In der ge-
duldigen und gründlichen Erörterung der Lage mit
seinen offiziellen Ratgebern, bevor er Hilfe bei Außen-
stehenden suchte, erwies er sich als der starke Cha-
rakter und der peinlich genaue Beamte, als den ihn
seine ganze öffentliche Laufbahn zeigte. Seine sprich-
wörtliche Hartnäckigkeit ging aus der Art und Weise
hervor, in der er die unfairen Angriffe seiner poli-
tischen Feinde und die erbitterten Vorwürfe der ent-
täuschten Silberanhänger hinnahm.
Der ungefähre Inhalt der Botschaft des Präsidenten
wurde schon in den Abendblättern desselben Tages
veröffentlicht. Man wußte auch, daß Morgan im
Weißen Hause gewesen war. Das war am Freitag
abend; am nächsten Morgen sollten mehrere Schiffe
nach Europa abfahren, auf denen am selben Tag
18 Millionen in Gold zur Ausfuhr eingeschifft wor-
den waren. Sie wurden noch am selben Abend von
den Schiffen wieder heruntergeholt und die Nacht
über in den Banken unter Bewachung untergebracht,
bis sie am nächsten Morgen wieder in der Filiale des
Schatzamtes in der Wall Street eingeliefert werden
konnten,
di
Die Regierung hatte getan, was sie konnte, und
Morgan kehrte sofort nach New York zurück, um sich
der wichtigen Aufgabe zu widmen, der Goldausfuhr
ein Ende zu bereiten. Er wollte den Verschiffern des
Goldes denselben oder einen noch besseren Gewinn
durch Beteiligung an der Herausgabe der Verschrei-
bungen verschaffen. Der vorläufige Vertrag, den er in
Washington unterzeichnet hatte — und den Belmont,
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