dessen sollten die 22 Eisenbahngesellschaften für ihre
Schuldverschreibungen, Vorzugs- und Stammaktien
der Terminal einen gewissen Prozentsatz der neuen
[ünfprozentigen Obligationen, Stamm- und Vorzugsaktien
erhalten. In diesen Bestimmungen lagerte ungeheuer
viel Zündstoff und Gelegenheit für Reibereien
und Erneuerungen der alten Kämpfe. Aber Morgan
hatte sich eine Stellung gesichert, seine Pläne durchzudrücken.
So schmeichelhaft auch die Bitten der Anteilbesitzer
waren und so groß die Versuchung war, bei
so günstiger Gelegenheit als Leiter in ein ausgedehntes
Eisenbahnsystem hineinzukommen, bestand Morgan
doch auf seinen Forderungen und weigerte sich,
auch nur einen Finger zu rühren, bevor sie alle angenommen
waren, denn er wußte, daß nur aüf diese
Weise Klarheit zu schaffen war. In kurzer Zeit hatte
er dann auch das Mißverhältnis zwischen Einnahmen
und Ausgaben — ein Defizit von 3 Millionen — fortfinanziert
und aus einem Trümmerhaufen die Southern
Railway aufgebaut, Die Richmond Terminal mit ihren
fürchterlichen Bilanzen verschwand und an ihre Stelle
trat die Southern, die so als neuer Name auf die Liste
der Eisenbahnen — Reading, Northern Pacific, Erie,
Lehigh Valley und viele andere — kam, die Morgan
durch seine Finanzkunst aus Schwierigkeiten oder
Schlimmerem errettet und bei denen er sich dann eine
Kontrolle in der einen oder anderen Form gesichert
hatte.
Übrigens gebührt der Ruhm dieser Reorganisationen
nicht nur Morgan allein, So fiel zum Beispiel einem
seiner Teilhaber, Charles H. Coster, die schwierige
Aufsabe zu. die verwickelten Beziehungen zwischen
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