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Zweiundzwanzigstes Kapitel.
533
Der Kapitalist beraubt seinen eigenen Adam, wenn er die „Produk-
ionsinstrumente dem Arbeiter leiht“ (!), mit andern Worten, sie
lurch Einverleibung der Arbeitskraft als Kapital verwertet, statt
Dampfmaschinen, Baumwolle, Eisenbahnen, Dünger, Zugpferde usw.
wfzuessen oder, wie der Vulgärökonom sich das kindlich vorstellt,
Jhren Wert“ in Luxus und andern Konsumtionsmitteln zu ver-
Yrassen.** Wie die Kapitalistenklasse das anstellen soll, ist ein von
ler Vulgärökonomie bisher hartnäckig bewahrtes Geheimnis. Genug,
lie Welt lebt nur noch von der Selbstkasteiung des Kapitalisten,
lieses modernen Büßers des [indischen Gottes] Wischnu. Nicht nur
lie Akkumulation, die einfache „Erhaltung eines Kapitals erheischt
'eständige Kraftanstrengung, um der Versuchung zu widerstehen, es
Afzuessen“.4® Die einfache Humanität gebeut also offenbar, den
Kapitalisten von Martyrtum und Versuchung zu erlösen, in derselben
Weise, wie der georgische Sklavenhalter jüngst durch Abschaffung
ler Sklaverei von der schmerzlichen Qual der Wahl erlöst ward, ob
las dem Negersklaven ausgepeitschte Mehrprodukt ganz in Cham-
agner zu verjubeln oder auch teilweise in mehr Neger und mehr
and rückzuverwandeln.
In den verschiedensten ökonomischen Gesellschaftsformationen
Ändet nicht nur einfache Reproduktion statt, sondern, obgleich auf
Verschiedenem Maßstab, Reproduktion auf erweiterter Stufenleiter.
Es wird fortschreitend mehr produziert und mehr konsumiert, also
Auch mehr Produkt in Produktionsmittel verwandelt. Dieser Prozeß
scheint aber nicht als Akkumulation von Kapital und daher auch
peht als Funktion des Kapitalisten, solange dem Arbeiter seine
Toduktionsmittel, daher auch sein Produkt und seine Lebensmittel,
loch nicht in der Form von Kapital gegenüberstehen.‘ Der vor
Ünigen Jahren [1855] verstorbene Richard Jones, Nachfolger von
*4 „Die Entbehrung, die sich der Kapitalist auferlegt, indem er seine
roduktionsmittel dem Arbeiter leiht (diese beschönigende Redensart wird
braucht, um nach probater vulgärökonomischer Manier den vom indu-
$riellen Kapitalisten ausgebeuteten Lohnarbeiter dem industriellen Kapita-
listen selbst gleichzustellen, welcher vom Geld verleihenden Kapitalisten
Pumpt1), statt ihren Wert dem eigenen Konsum zuzuführen, indem er sie
x Gebrauchs- oder Luxusgegenstände verwandelt.“ (@. de Molinari: „Etudes
““Ohomiques. Paris 1846“, p. 49.) . .
„5 Courcelle Seneuil: „Traite th6orique et pratique des entreprises
"düstrielles. 28me 6d. Paris 1857“, p. 57. I
p % ‚Die besonderen Arten des Einkommens, die am reichlichsten zum
Qu schritt des nationalen Kapitals beitragen, wechseln in den verschiedenen
Stadien ihres Fortschritts und sind daher in Nationen, die verschiedene
“fen in diesem Fortschritt einnehmen, vollständig verschieden. , ., Profit
1. ; auf den früheren Stufen der Gesellschaft eine im Verhältnis zu Lohn
vd Rente unwichtige Quelle der Akkumulation. ... Sobald die Kräfte der
wonalen Arbeit einigermaßen angewachsen sind, steigt die vergleichs-
158 Wichtigkeit des Profits als einer Quelle der Akkumulation.“ (Richard
"68; „Textbook ete.“, p. 16, 21.)