burg-Amerika-Linie in ihre Statuten Bestimmungen
aufnehmen, welche geeignet sind, dieser Möglichkeit
vorzubeugen.“
Ballin war es auch, der versuchte, im Einverständnis
mit dem Kaiser die durch den Schiffahrtstrust für
die deutsche Handelsschiffahrt drohende Gefahr abzuwenden.
Wie bereits oben gesagt, tat er das auf
gütlichem Wege: er zog einem Kampf und einer möglicherweise
daraus entstehenden erzwungenen völligen
Unterwerfung Verhandlungen und eine freiwillige
Halb- oder Viertelunterwerfung vor. Er ging persönlich
nach New York, um mit Morgan Besprechungen
abzuhalten. Dieser, der augenscheinlich von Ballin als
Persönlichkeit recht viel hielt, gewährte ihm bemerkenswert
günstige Bedingungen: ein Viertel des Aktienkapitals
der Hamburg-Amerika-Linie sollte gegen
Aktien der International Mercantile Marine Company
ausgetauscht werden (20 Millionen Mark), während
diese Gesellschaft andererseits noch der Hamburg-Amerika-Linie
und dem Norddeutschen Lloyd auf ein
Aktienpaket im Betrage von 26 Millionen Mark 6 Prozent
Dividende garantierte, über diesen Satz hinausgehende
Ausschüttungen sollten dagegen dem Schifffahrtstrust
zufließen. Dies war eigentlich eine Regelung,
mit der beide Teile zufrieden sein konnten: die
Deutschen waren der durch die Monopolisierung des
Transportgeschäftes der amerikanischen Ausfuhr durch
den Morganschen Trust drohenden Gefahr ausgewichen,
und dieser wieder hatte sich das freundschaftliche
Zusammenarbeiten mit Deutschland und
insbesondere mit der überhaupt größten Schiffahrtsgesellschaft
der Welt, der Hamburg-Amerika-Linie,
gesichert.
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