sicherten einen beträchtlichen Anteil an der Leitung
der Versicherungsgesellschaft erhalten. Nach einigen
Jahren gelang es Harriman, der schon stets ein Auge
auf die Equitable-Aktien gehabt hatte, die Hälfte des
Ryanschen Pakets zu kaufen. Als dann Harriman
starb, hatte Morgan keine Schwierigkeiten, die ganzen
502 Aktien in seinen Besitz zu bekommen.
Nach einigen Monaten ernannte er die neuen Treuhänder.
Es waren Richter O'Brien, George W. Perkins,
ein anerkannter Versicherungssachverständiger, der
10 Jahre lang Morgans Teilhaber gewesen war, und
Lewis Cass Ledyard. Die Policebesitzer in der ganzen
Welt waren gespannt, was Morgan mit der Equitable
vorhatte und warum er die Aktienmajorität aufgekauft
hatte.
Es wurde dann bekannt, daß Morgan das mit zweifacher
Absicht getan hatte, und daß, wie er glaubte,
seine beiden Pläne im Interesse der Gesellschaft sowie
des Publikums gelegen seien. Zuerst wollte er durch
die Treuhänderkörperschaft garantieren, daß das
Stimmrecht immer zum Besten der Versicherten ausgeübt
würde. Zweitens beabsichtigte er, sobald ein
gangbarer Weg dazu gefunden sein würde, die Gesellschaft
in das Eigentum der Versicherten selbst überzuführen;
das gesamte Aktienkapital sollte durch die
erzielten Überschüsse zurückgezahlt werden, so daß
die Gesellschaft uneingeschränkt den Versicherten
selbst gehören würde. Er hatte berechnet, daß trotz
dieser Rückzahlung des Aktienkapitals aus den Überschüssen
diese doch in wenigen Jahren auf 100 Millionen
Dollar anwachsen würden. Dann würde es,
sagte er, möglich sein, die den Versicherten erwachsenden
Kosten zu verringern, indem entweder ein Teil
des Überschusses für Dividendenausschüttungen verwendet
würde oder gleich die Versicherungsprämien
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