schiedene Banken und Trustgesellschaften der Lage
nicht gewachsen sein.
Und so kam es auch. Die Heinze-Bank brach als
erste gegen Ende Oktober zusammen. Die Unter-
suchung durch das Clearinghaus-Komitee zeigte, daß
die verbündeten Heinze-, Morse- und Thomas-Banken
unverwertbare Sicherheiten beliehen hatten. Diese
drei wurden sofort und ohne Zeitverlust ausgeschieden,
aber es war zu spät, die Knickerbocker Trust Com-
pany zu retten, die durch ihren Präsidenten Charles
T. Barney mit mehreren Morse-Gesellschaften ver-
knüpft war.
Barney war der absolute Herrscher über diese Ge-
sellschaft gewesen. Sie hatte zwar ein Direktorium von
35 Mitgliedern, aber es setzte sich meist aus reichen
jungen Leuten zusammen, die vom Bankwesen nur eine
sehr entfernte Ahnung hatten und sich um die Ge-
schäfte ihrer Gesellschaft so gut wie überhaupt nicht
kümmerten. Sie überließen die Verwaltung der Bank
vollkommen dem Exekutivkomitee, das von Barney
beherrscht wurde, und Barney hatte auch alle Be-
leihungen, von denen einige sogar dem Exekutiv-
komitee unbekannt waren, selbst veranlaßt. Eine An-
leihe der American Ice Company, die ein Liebling
Morses war, bildete eine der Hauptursachen für die
Schwäche der Knickerbocker, Am Tage bevor die
Knickerbocker ihre Tore schließen mußte, berief Henry
B. Hollins, ein Mitglied des Direktoriums, eine außer-
ordentliche Direktorenversammlung ein, und führte
aus, daß die Banken, die Mitglieder der Clearing House
Association waren, jede Unterstützung der Knicker-
bocker ablehnen würden, wenn nicht Barney die Prä-
sidentschaft niederlegte. Infolgedessen trat Barney zu-
rück und A, Foster Higgins wurde an seiner Stelle ge-
wählt. Damit war ein Alpdruck von allen genommen
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