sichtlich eine fürchterliche Finanzpanik herbeigeführt
habe, die die Wirtschaft lähmen, die Industrie ruinie-
ren, seine eigenen Interessen gefährden und das ganze
Land um 10 Jahre zurückwerfen konnte, nur um zu
möglichst niedrigem Preis ein auf 17 Millionen Dollar
gewertetes Aktienpaket kaufen zu können. Diejeni-
gen, die diese Ansicht aussprachen, stützten sich dar-
auf, daß die Tennessee Coal & Iron mit ihrem großen
Besitz an Erzfeldern und ihrer Anwendung des Flamm-
ofenprozesses bei der Herstellung von Stahl eine außer-
ordentlich wertvolle Erwerbung für den Stahltrust ge-
wesen sei. Das läßt sich auch keineswegs bestreiten.
Die Stahltrustleute versicherten während der Panik,
daß ihnen an der Tennessee Coal & Iron weiter nichts
liege und daß sie sie nur übernähmen, um die schwie-
rige Lage zu erleichtern. Wenige Monate später aber
veröffentlichte Präsident Gary von der United States
Steel eine Feststellung, in der er Nachdruck auf den
großen Wert dieser neu erworbenen Gesellschaft legte.
Man kann nun die Behauptung, daß Morgan und seine
Geschäftsfreunde eine das ganze Land umfassende
Panik inszenierten, um eine konkurrierende Stahl-
fabrik aufzukaufen, beiseite lassen. Es ist nämlich
vollkommen logisch, anzunehmen, daß zwar ihr erster
Gedanke der war, die Panik zu beendigen, daß sie
aber durchaus nicht böse darüber waren, das unter
Vorteil für sich selbst anstatt mit Nachteil bewerk-
stelligen zu können, Allerdings wurden die Spekulan-
ten, die die Panik mit im Kurs sinkenden Papieren
überraschte, nicht weiter bedauert.
Die Transaktion wurde in verschiedenen Bespre-
chungen in Morgans Bibliothek beschlossen, Dort fan-
den sich in den frühen Morgenstunden die meisten Be-
herrscher von Wall Street ein, gingen von dort aus in
ihre Büros und kehrten abends wieder zurück. Ähn-
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