Object: Wirtschaftspolitisches Handbuch von Rumänien

Wirtschaftliche Verhältnisse 
In der Donau die verschiedenen Störarten, die ein sehr schmack 
haftes Fleisch, vorzüglichen Kaviar und den sehr gesuchten Fisch 
leim liefern, so Aoviponsor huso, A. guldenstaedti, A. glaber, A. 
ruthenus, A. stellatus usw.; 
in den Seen der Donau der Karpfen, der Barsch, der Wels, 
die Platteise, die Schleie, die Karausche, der Hecht u. a. Bon diesen 
sind Karpfen und Barsch besonders wertvoll. Der erstere kommt in 
enormen Mengen vor und bildet ein Hauptnahrungsmittel; der 
letztere wird im Auslande viel begehrt und gut bezahlt. Der Wels 
endlich erreicht ein Gewicht bis zu 300 kg; 
in den Flüssen die Barbe, die Aalraupe, der Wels, der Aal, 
der Weißfisch, der Nasenfisch und in den Bergwässern der Lachs 
(Salmo hucho), ein delikater und teurer Fisch; 
in den Bächen die Forelle (Salmo fario) und die Esche (Salmo 
thymallus) neben dem Froschfisch und anderen niederen Sorten; 
in den Teichen endlich der Karpfen, die Karausche, die Schleie, 
der Hecht u. a. 
In die Donau kommen ferner zur Laichzeit große Mengen 
von Wanderfischen, wie der Donauhering, von welchem bisweilen 
mehr als 1000000 Stück gefangen werden. 
Der größte Teil der Fischwässer gehört dem Staate, im Innern 
des Landes sind Private die Besitzer. Bis zum Jahre 1896 wurden 
die staatlichen Fischwässer verpachtet. Da aber die Pächter zum 
großen Nachteil der Fischzucht Raubbau betrieben, wurden die Privat 
fischereien strengen gesetzlichen Schutzbestimmungen unterworfen, 
die staatlichen Fischwässer aber in eigene Regie genommen. Der 
staatliche Betrieb hat sich außerordentlich bewährt. Die Ausbeute 
belief sich 1911 auf 14118000 kg und brachte dem Staate einen 
Erlös von 6888000 Lei ein*). 
c) Bergbau 
Nach dem geologischen Aufbaue soll Rumänien außerordentlich 
reich an Mineralien sein; doch werden diese Mineralschätze bisher 
nicht ausgebeutet. Gewonnen wird außer kleinen Mengen Kupfer 
und Farberden nur Salz, Petroleum, Erdgas, Kohle und 
Stein. 
Das Salz ist von ungewöhnlicher Reinheit und kommt in großen 
Linsen sowohl in den paläogenen, als auch in den neogenen For 
mationen vor. Die Hauptfundorte sind Tärgu-Ocna, Zäbala, 
Groze^ti, Lopatari. Die Gewinnung ist uralt und seit 1862 Staats- 
*) Antipa, Studii asupra pescariilor diu Romäaia, Bucure^ti, 1895.
	        
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