Metadata: Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

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XXV 1. 
verletzt wurden. Wir kommen darauf zurück. Und vollends 
das Dekret des französischen Nationalkonvents vom 4.* Febr. 
1794, welches die Sklaverei und den Sklavenhandel in den fran 
zösischen Kolonien abschaffte, verdankte ganz anderen als sitt 
lichen Beweggründen seinen Ursprung. Unter „stürmischen und 
theatralischen Szenen“ kam es zustande. Danton frohlockte: 
„Heute ist der Engländer tot; Pitt und seine Helfershelfer 
sind vernichtet!“ Es war nämlich kurz vorher in Paris die 
Nachricht angekommen, dafs Martinique und Guadeloupe vor 
den überlegenen britischen Streitkräften in Westindien kapi 
tulieren mufsten. Durch die Freiheitserklärung bezweckte der 
Konvent, die Schwarzen gegen ihre neuen Herren, die Eng 
länder, zum Kampfe aufzurufen und letztere mit ihrer Hilfe 
zu verjagen (Cochin, S. 35 ff.). Auf Guadeloupe und St. Lucie 
glückte das Experiment; auf Martinique wufsten die Eng 
länder die französischen Freiheitsapostel unschädlich zu machen. 
Diese Proben werden für den Nachweis genügen, dafs die 
Abolition eine nationalökonomische Angelegenheit allerersten 
Ranges ist. Als solche soll sie in den folgenden Abschnitten 
betrachtet werden. Es wird sich dabei ergeben, dafs auch 
England sich ganz allmählich erst nach reiflicher Prüfung 
aller einschlägigen materiellen Faktoren zu diesem Schritte 
entschlossen hat, und dafs auch in diesem Falle die geistig 
sittlichen Ideen den Negerhandel nicht eher überwinden konnten, 
als bis seine ökonomischen Grundlagen und Voraussetzungen 
gefallen waren. —
	        
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