Full text: John Pierpont Morgan, der Weltbankier

Darstellungen: die Auffindung von Romulus und Re- 
mus; Mettus Curtius springt in den Abgrund; Aeneas 
trägt seinen Vater Anchises aus dem brennenden 
Troia., 
Um sich von der Betrachtung seiner Sammlung auf 
seine geschäftlichen Angelegenheiten umzustellen, be- 
durfte es für Morgan nur des Anrufs einer Droschke, 
von denen immer zwei oder drei nahe der Tür seines 
Hauses warteten. Dann fuhr er mit großer Schnellig- 
keit zu seinem Bankhaus in Old Broad Street, gerade 
hinter der Bank von England, Es ist ein sehr un- 
scheinbares Gebäude, das zwischen anderen Bank- 
häusern liegt, und zeichnet sich vor ihnen, die aus 
dunkelgrauem Stein sind, nur durch seine hellere 
Farbe aus, da es blaßgelb verputzt ist. Innen ging es 
im Vergleich mit der Geruhigkeit der englischen 
Banken in der Umgebung immer recht aufgeregt zu. 
Ein andermal ließ er sich zu dem Büro seines Schiff- 
fahrtstrusts in Leadenhall Street fahren, wo sich ein 
riesiger Beratungsraum mit einem runden Tisch be- 
fand. Um diesen runden Tisch saßen die Direktoren 
wie die Tafelrunde des König Artus, da niemand mehr 
als der andere zu sagen haben sollte. Aber doch wur- 
den wenig wichtige Sachen verhandelt, wenn Morgan 
nicht in London war. 
Seine Stellung in der Londoner Geschäftswelt war 
die seines Vaters, vermehrt um die gewaltige Macht 
und den Einfluß, den seine eigene Tätigkeit und Er- 
folge ihm erworben hatten. Wie in New York konnte 
sich Morgan auch in London blind auf die Gefolgschaft 
der Kapitalisten verlassen. Eine große Anzahl Firmen 
in London waren jederzeit bereit, ihm augenblicklich 
große Geldsummen zur Verfügung zu stellen. Wenn 
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