Full text: John Pierpont Morgan, der Weltbankier

legten Morgan und sein Partner Charles Steele ihre 
Ämter als Direktoren der International Mercantile 
Marine Corporation nieder. Franklin, der Präsident 
des Schiffahrtstrusts, versuchte inzwischen, den Präsi- 
denten des Schiffahrtsamts, O’Connor, davon zu über- 
zeugen, daß der Betrieb ausländischer Schiffahrts- 
linien durch den Trust nichts zu sagen habe, da sein 
Kapital immerhin zu 93% in den Händen amerikanischer 
Staatsbürger sei, Alles schien in schönster Ordnung 
zu sein, die Verhandlungen mit dem Schiffahrtsamt 
schritten zufriedenstellend vorwärts und die mit der 
englischen Reederei Furness, Withy & Co. über den 
Verkauf der White Star standen vor dem Abschluß, 
da nahmen Ende Oktober 1926 Morgan und Steele 
ihre Direktorenposten der International Mercantile 
Marine Corporation wieder auf. Allgemein wurde das 
als ein Zeichen gedeutet, daß die Verhandlungen sich 
zerschlagen hätten, und so war es auch. Über die 
Gründe, die Morgan & Co. zum Abbruch der Unter- 
handlungen mit Furness, Withy & Co. bewogen, wurde 
nichts näheres bekannt. 
Kurz darauf, nämlich Anfang November 1926, fuhr 
Präsident Philipp A. S. Franklin vom Schiffahrtstrust 
nach England, um dort eine eigene Gesellschaft zu 
gründen, die die White Star übernehmen sollte. Aus 
dem Erlös sollten 10 Millionen Dollar dafür ver- 
wendet werden, die Dampfer „Leviathan‘, „George 
Washington", „President Harding‘, „President Roose- 
velt” und „Republic‘“ vom Schiffahrtsamt zu kaufen. 
Das Schiffahrtsamt bot seinerseits neuerdings seine 
Linien zum Verkauf aus. Es liefen drei Angebote ein: 
eins von der Firma J. H. Winchester & Co., eins von 
der Firma William F, Kelly & Co. und eins von der 
International Mercantile Marine Corporation. In- 
zwischen hatte Franklins Mission in England Erfolg 
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